24 Nov

Vernissage “What you have in your imagination, should I do for you?!!” von Art Ahang

Vernissage:        Samstag, 02.12.2017 um 19:00 Uhr

Dauer:                    02.12.2017 – 27.12.2017

Finissage:            Mittwoch, 27.12.2017 um 19:00 Uhr

 

What you have in your imagination, should I do for you?!!

Frauen, die in der orientalischen Kultur aufgewachsen sind, sind auf der Suche nach Freiheit als Frau.

Hat sie im Westen die Freiheit gefunden? Sicherlich….eine Frau kann Bundeskanzlerin oder Hure werden. Aber, wie viele Bundeskanzlerinnen brauchen wir? Viele Frauen sind in der Werbung tätig. Aber sie werben nicht nur für ein Produkt, sondern werden selbst als Produkt benutzt. Wir begegnen Ihnen überall. Ob im Fernsehen, auf Werbetafeln oder auf der Straße. Wir kaufen ein Magazin, überall sexuelle Anspielungen. Sogar wenn in der Werbung eine Frau eine Bratwurst isst. Es werden die Männerfantasien bedient. Es stellt sich die Frage: ” Wer kontrolliert die Welt?” Männer und Frauen leben in der gleichen Welt aber mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten.

Die Bildserie stellt die Frage nach Wirklichkeit oder Klischee. Begriffe wie Erotik, Sexismus oder Pornografie werden befragt. Die Rolle der Frau, die Rolle des Mannes in der islamisch geprägten Welt und in der westlichen Welt. Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo sind die Unterschiede? Ahang Nakhaei gibt diese Fragen an die Betrachter ihrer Werke weiter

 

28 Okt

Vernissage – Farbverschiebung – 05.11.2016

Geiter, Renate

 

Vernissage:     05.11.2016 um 19:00 Uhr

Dauer:     05.11.2016 bis 25.11.2016

Finissage:     25.11.2016 um 19:00 Uhr

 

 

Farbverschiebung

Im Schweben verschieben sich die Farben

„Wenn Romeo und Julia gut ausgegangen wäre, wäre die Geschichte nicht berühmt geworden.“: Perfektion ließe erstarren. Leben und Wirken entsteht im Loslassen, mit dem Lösen von Perfektion.

Was in Renate Geiters Bildern ordnende, beheimatende Struktur geben könnte, wie etwa Häuser, Straßenzüge, Industrieanlagen, zersetzt sie. Renate Geiter entzieht Stabilität.
Formen verlieren sich in Gesten, welche die klaren Regeln, das scheinbar fest Gefügte aufbrechen. Perspektiven laufen widersprüchlich gegeneinander, Farben verschieben sich überzeichnet ins Entgrenzte, dissonieren zwischen Pastellschreien und dumpf-mattem Grollen. Dazwischen Schmutz. – Und: Gold! Darf ich Gold nehmen? Gold changiert als Licht zur Maske. Kitsch? Darf nicht sein. Überhaupt: Tabus… Wie weit darf ich gehen, bevor ich geächtet werde?

 

 

 

18 Sep

Autorenlesung „Natur & Baum“ – Baumgefühl – 26.09.2016

baum front Nachkorrektur

 

Lesung:     26.09.2016 um 19:00 Uhr

Es findet eine Lesung der Autorin Lore Kampmann in Form von lyrischen Gedichten zum Thema Natur und Baum statt.

Philipp J. Bösel & Claudia Timpner

Was verbindet Mensch und Baum?

Die Beziehung von Mensch und Baum photographisch abbilden und weitererzählen, mittels Photo, Film und Text. Die innere Verbindung, das Gemeinsame, das Fremde, die Standhaftigkeit, die eigene Verletzbarkeit als Frage, als Experiment. Das Projekt thematisiert die Verbindung von Mensch und Baum und die erzählerische Dimension der Photographie in Raum und Zeit. Die durch Interviews gewonnen Texte bilden die sprachliche Ausdrucksebene des Projekts.

 

Achtung!

vom 26.09. – 30.09.2016 können in einer Edition Photographien der Ausstellung in einer Größe von 30 x 40 cm zu einem Sonderpreis von 100,00 € erworben werden.

Bestellungen werden nur direkt vor Ort oder per e-Mail an die Galerie bis einschließlich dem 30.9. angenommen.


26 Jun

Finissage “Der Tag des weissen Kranichs” mit Musik

Zur Finissage unserer Ausstellung “Der Tag des weissen Kranichs” von Klaus Damm am 01.07.2016 um 19:00 Uhr begrüßen wir ganz herzlich das Duo Raan das uns mit Ihrer Musik unterhalten wird.

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Raan

Rainer Berger – fl, ewi, Andi Reisner  – git

Musikalische Bilder: melodisch, groovig, atmosphärisch

Mit dem Duo raan haben Rainer Berger, Flöte und EWI, und der Gitarrist Andi Reisner ein Musikprojekt gegründet, das Grenzen unterschiedlicher musikalischer Genres zu einem eigenen Stil zusammenfließen lässt, in dem Komposition und Improvisation sich miteinander verbinden.

In ihren Improvisationen entwickeln die Musiker Klanggemälde aus einem ersten Impuls, einer Grundidee, welche im aufeinander Hören und miteinander Spielen konsequent zu Ende gespielt aus dem Moment heraus Kompositionen entstehen lassen – Kompositionen, die der Ursprungsidee verhaftet bleiben und somit frei von Beliebigkeit. So entstehen unterschiedliche, in Zeit entwickelte Stimmungsbilder, die bei den Zuhörern Raum für eigene Bilder schaffen.

Dem zur Seite stehen quasi gegenständlich ausgearbeitete Kompositionen für Querflöte – im Wechsel mit Altquerflöte und EWI – sowie Gitarre. Das digitale Label dooload schrieb zu Rainer Bergers digitaler CD „analogbuch“ „… Mit diesem bemerkenswerten Blasinstrument entwickelt er eine völlig neuartige Form des klassischen Ambient Genres. Ein bisschen ist es wie das Entdecken einer völlig fremden Welt voller Bilder und Geschichten, in die uns der Künstler entführt. Beim ersten Hören können die Klänge noch befremdlich sein, doch spätestens, wenn man weiß, dass Rainer Berger diese Klänge alleine mit seinem Instrument erzeugt, ist es eine ganz neue Erfahrung beruhigender atmosphärischer Musik …“

Das „Electronic Wind Instrument“ EWI erlaubt, beliebige Syntheziser-Klänge über einen Blasdruckcontroller mit Klappen zu spielen, etwas zwischen Flöte und Saxophon. Ähnlich einem Midi-Keyboard sendet der Controller Steuersignale an das Klangsynthese-Modul. Rainer Berger hatte die Möglichkeiten des EWI bereits in seiner Solo-CD „Ewilution“ intensiv ausgelotet, einer außergewöhnlichen CD, der das Handelsblatt die Entwicklung einer eigenen Kunstform zuschrieb.

Bereits während seines Querflöten-Studiums an der Kölner Hochschule für Musik lagen Rainer Berges künstlerische Schwerpunkte auf der zeitgenössischen Musik und Kammermusik. In der Folgezeit waren zunehmend Projekte mit eigener Musik im Zentrum seines Schaffens. Seinen Spielstil erweiterte er mit Beatbox-Techniken zu einer individuellen flötistischen Klangsprache. Als Instrumentalist und Komponist hat Rainer Berger in Ensembles unterschiedlicher Ausrichtungen mitgewirkt – mit einem weitgefächerten Spektrum von zeitgenössischer Musik zum experimentellem Pop.

Auch Andi Reiser – Gitarrist, Komponist und Musikproduzent – studierte klassische Gitarre an der Kölner Musikhochschule. Als Gründungsmitglied von „Ugly Culture“ – Ensemble für zeitgenössische Musik – führten ihn zahlreiche Tourneen durch ganz Europa.  Als Betreiber und Eigentümer des „PULSAR STUDIO“ produzierte Andi Reisner Hörspiele in Kunstkopf-Stereophonie und Soundtracks für Film und Fernsehen, so z.B. für den Schimanski Kinofilm „Zabou“ und für die beliebte „Sendung mit der Maus“. Seit über 10 Jahren arbeitet Andi Reisner mit der vielfach ausgezeichneten Filmkomponistin Annette Focks zusammen.

© 2016    Text: Klaus Damm

01 Apr

Heidrun Pfalzgraf & Tony Strnad / von Innen – nach Außen / 02.04. – 04.05.2016

Pfalzgraf & Strnad

 

Vernissage:     02.04.2016 um 19:00 Uhr

Finissage:        04.05.2016 um 19:00 Uhr

Dauer:             02.04.2016 – 04.05.2016

 

Heidrun Pfalzgraf

Vibrierende Zwischenwelten,
Botschaften aus dem Schwarm.

Es entsteht wie von selbst. Die Leere Fläche beginnt zu vibrieren, Linien formen sich, wachsen ineinander, überlagern sich, werden verdeckt, brechen erneut hervor, werden mit wachsenden weiteren Liniengeflechten durchzogen – und mehr und mehr zeigt sich das Gebilde aus Leben, Freude, Tiefe, Ahnung.
Chiffren bilden Haltepunkte: Spitze Ovale, leicht geneigt. Sie mutieren zu Augen fremder Wesenheiten, die Dir etwas mitzuteilen wünschen, in einer Diktion, die sich nur im darauf Einlassen erschließt, in Hingabe an das Vertrauen gehalten zu sein – auch in diesem Fremden und doch vorbewusst Erkannten.
Manche Ovale öffnen sich weiter, reißen Öffnungen in die umgebenden Linienwolken: Wie eine Lupe legen sie den pointierten Blick frei in noch tiefere Welten. Diese manchmal zeichnerisch angedeutet als kleine Figurinen in Interaktion – aufrufend, hinzuschauen und die Essenz ihres magischen Tuns in sich aufzunehmen, ohne Wenn und Aber zu verstehen: „Ja, so ist es“.
Einige solcher in die Lupe eingebundener Zeichnungsgebilde zeigen sich wie Schriftzeichen in einer Verbindung von Keilschrift und Runen. Auch sie scheinen Botschaften übermitteln zu wollen, fast verwundert über die Enge in der Wahrnehmung des Betrachtenden.
Manchmal entwickeln sich in den Lupen-Fenstern eingebettete weitere Blickkanäle, vielleicht oval, teils in Richtung Trapez aufgedehnt, darin weitere Schätze: gezeichnet oder als Edelsteine aus großzügigen Farbkneuel-Miniaturen. Noch eine Zwischenwelt tiefer. Wiederum berührend, mit einem nie gehörten Klang.
Andere Ovale zeigen sich eher sinnlich weich geöffnet. Metamorphosen des weiblichen Geschlechts: empfangend oder auch Leben schenkend, Bild immer wieder erschaffenden Seins. Immer da.
Manche der leuchtenden Linien lassen Wasserwesen entstehen. In Ambiguität changierend zwischen länglich ovalen Körpern mit Kopfaugen darüber und gleichzeitig als Gruppe von Tentakeln, welche sich an die übergeordnete Wesensform organisch anbetten, die – in Teilen im Oval verharrend – sich in Polygonen erweitert, jederzeit bereit, im Fluss zu neuer Gestalt zu werden. Auf dass sie endlich erkannt werden möge.
Solche Prozesse formen sich in einigen Bildern zu Organoiden, die als formwandlerisches Raumschiff gesehen werden wollen. In Kammern gegliedert, reich gefüllt mit freudig üppigen Energiechiffren. Angedockt daran Tentakeln wie Strahlen für Vortrieb. Derartige Transponder tauchen immer wieder auf, in unterschiedlicher Konkretisierung: Manchmal nur in wenigen hingeworfenen Strichen angedeutet, fast schon der Wahrnehmung entflohen, manchmal in nachdrücklicher Präsenz.
Wie in einer Symbiose aus Vexierbild und Kaleidoskop verbinden sich die vielen vibrierenden Gebilde zu Schwarmwesen, sich immer wieder zu neuen Ganzheiten verdichtend, welche sich beim Betrachten für Momente zu erkennen geben, um im nächsten Augenblick einer anderen Gestaltbildung in der Wahrnehmung zu weichen. Derart zeigen sich Kopfkörperandeutungen, die Tier-, Mensch-, Dämon- und Feengestalt ineinander vereinen. Immer wieder durchzogen von vielformigen Augen und Gebilden, die aus der scheinbar greifbaren Anmutung hinaus in eine wieder andere Zwischenwelt führen.
Für mich faszinierend, wie solche Komplexität zu einer wunderbaren Ordnung sich fügt, Tiefe und Spiritualität, Erkennen und Leben vereinend. Sie schenkt den Impuls, mit der in dieser Kunst erlebbaren reichen Seinsliebe in Resonanz zu gehen, sie auch in sich selbst zu erlauben.

www.heidrun-pfalzgraf.de


©2016 Text: Klaus Damm

Tony Strnad

Die perfekte Form. Sieben Portale zum Selbst

„Die perfekte Form ist die, die man nicht erklären muss, sondern die in sich selbst gründet in den Proportionen“. Ein Geheimnis von Tony Strnads Kunst ist das Wirken der perfekten Form. Perfekte Form als Gleichnis. Gleichnis von Seelenräumen, die ihre Form finden.
Tony Strnads Seelenräume laden denjenigen ein, der sich auf sie einlassen will, sich in ihnen zu finden. Ein irrisierendes Spiel zwischen Vertrautem und Unbekannten erlaubt einen Impuls, sich in das Wechselspiel zwischen Erlebtem und Träumen zu begeben. Sehen wird Türöffner zu einem Spiegel des eigenen Innen.
Wie entsteht die Einladung dorthin? Vielleicht schauen wir zunächst noch einmal auf „die perfekte Form“ in Tony Strnads Arbeiten, entdecken Dimensionen: Zunächst scheinen da klare Proportionen zu sein, die ein geometrisches Gerüst des Raums erzeugen. Gitter aus mehreren Quadern – oft würfelförmig – deuten an, Grenzen abzustecken. Darin verschachtelt weitere Quader. Auch deren Proportionen auf einer tieferen Ebene stimmig und irritierend zugleich.
Im zweiten Blick entschlüsselt sich die Öffnung in das Vorbewusste: Scheinbar Senkrechtes grenzt sich subtil sanft von der klinisch geometrisch gedachten Form ab. Gitter aus zunächst gleichlang erscheinenden Stabelementen, wie selbstverständlich nebeneinander gereiht, stellen sich als Gebilde unterschiedlicher Längen, ausbalanciert versetzt, dar. Die resultierenden Formen vibrieren in dem frei gewordenen Inneren Raum zwischen geometrisch Zurechtgedachtem und der Freiheit aus den sich als Halt anbietenden atmenden Entfernungen zu der Geometrie der Räume. Hieraus entsteht das erste Portal zum Sich Einlassen.
Eine Dimension weiter nach außen: Die Quader-Montagen in mehreren Ebenen vervollständigen sich im Inneren Auge des Betrachters zu vollständigen Gebilden – doch in der physischen Präsenz der Gitterformen entfallen strukturgebende Linien. Die Räume öffnen sich auf eine zauberhafte Weise, erlauben so, sie zu betreten und sich eine Sicht aus ihrem Inneren anzueignen. Das zweite Portal zum Sich Einlassen.
In dem Gitterraum dann Flächen, teils als Grundflächen, teils verhängend, dadurch Blicke leitend auf Bereiche, die sich aus dem Verdecktsein heraus entdecken lassen. Das dritte Portal gründet im Aufgehoben sein, das die Neugier auf das Unbekannte schützt.
Auf den Flächen: Menschen als Miniaturen. Aus dem Leben gegriffen, unmittelbar zuzuordnen als der Bauer, die Einkaufende, der Mönch, die Verführerin, der Bettler. Sie stehen, sitzen, laufen in eingefrorenen Momentaufnahmen. In Gruppen und doch zumeist auf sich bezogen, nur selten in Kommunikation. Oft voneinander getrennt durch Entfernung aus unterschiedlichen Räumen im gestaltformenden Gitter, durch weit abgegrenzt liegende Ebenen. Die Geschichten dazu entstehen wiederum im Seelenraum des Betrachters: Das vierte Portal.
Auch bei den Figuren des Menschseins wird eine weitere Dimension erst im zweiten bewusstem Blick gegenwärtig: Diese Menschen befinden sich in gigantischen Raumwelten. Transponiert auf Lebensgröße der Figuren würden die umgebenden Quader 10 bis 18 Meter Höhe ausmachen. Die Gitterkompositionen schaffen überdimensionierte Raumwirklichkeiten. Jede Figur darin wie gefangen in der Möglichkeit zur Freiheit durch Weite. Das fünfte Portal zum sich Einlassen auf die Entgrenzung im Finden des eigenen Seelenraums.
Tony Strnads leuchtet die oft plan und ohne Trägerplatte an der Wand befestigten Skulpturen mit hart gesetztem Licht aus. Die Schattenwürfe daraus verbinden sich mit den physischen Elementen beim Betrachten zu einer auf den ersten Blick flächigen grafischen Gesamtkomposition, die je nach Blickwinkel variiert. In der Irritation des Raumes entsteht das sechste Portal.
Eine Spur zu den Inneren Resonanzräumen legt Tony Strnad mit den Titeln seiner Arbeiten, als Angebot, die Fährte in ein Geheimnis aufzunehmen, das im Betrachter immer schon da war, dem die Skulptur eine Projek­tionsfläche öffnet. Das siebte Portal zum Sich Einlassen.
Die Verdichtung auf diesen Weg entsteht auch aus der „Kunst des Weglassens“. Daher endet auch dieser Text – ohne Biografisches – als Angebot, Fährten im Werk Tony Strnads aufzunehmen und ihnen zu folgen.

www.objektraum-art.de

©2016 Text: Klaus Damm

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