24 Feb

“Thakhi Katari” (Der Weg der Schlange) / David Gericke 02.-13.03.13

Die Gale­rie Dis­play ist sehr erfreut zum zwei­ten Mal eine Aus­stel­lung von David Geri­cke prä­sen­tie­ren zu dür­fen. “Thakhi Katari” (Der Weg der Schlange) ist der Titel der neuen Serie, die in der Gale­rie Dis­play erst­ma­lig gezeigt wird.

Aus­gangs­punkt der Arbei­ten der Serie sind dünne Metall­plat­ten, die mit Werkzeu­gen der Bild­haue­rei zunächst geschweißt, geflext und gefräst wer­den. Anstelle einer Lein­wand die­nen nun diese plas­tisch bear­bei­te­ten Metalle als Bild­trä­ger für die fol­gende male­ri­sche Aus­füh­rung mit Pin­sel und Farbe. Die Zusam­men­füh­rung male­ri­scher und bild­haue­ri­scher Tech­ni­ken las­sen die Gren­zen der Gat­tun­gen ver­schwim­men und neu inein­an­der grei­fen, sodass eine völ­lig neue Mate­ri­aläs­the­tik ent­steht, die die Kon­kur­renz der Härte des Metalls und die wei­chere Hap­tik der Farbe harmonisiert.

Abschlie­ßend kommt der Ein­satz von Säure hinzu, der nach der gat­tungs­über­grei­fen­den Ober­flä­chen­be­ar­bei­tung eine zusätz­li­che Inter­ven­tion durch künst­lich her­bei­ge­führte Oxi­da­tion bewirkt. Die Säure dient zudem dem vom Künst­ler inten­dier­ten Werk­pro­zess, bei dem die bewusste Steue­rung des Ego aus­ge­schal­tet wer­den soll. Geri­cke trägt die Säure auf, doch die Ver­än­de­rung der Form und Farbe über­lässt er der Che­mie. Der Künst­ler gibt Impulse und stoppt die Wir­kung, den Werk­pro­zess selbst aber gestal­tet die Natur.

Hier lässt sich das phi­lo­so­phi­sche Ideal erken­nen, das Geri­cke mit die­sen Wer­ken ver­folgt. Inspi­riert durch tra­di­tio­nelle Gemälde der Quechua-Indianer und asia­ti­sche Phi­lo­so­phie, deren Haupt­an­lie­gen die Auf­lö­sung der Ego­struk­tu­ren und das Los­lö­sen von dem Zeu­ger­prin­zip der Kunst sind, nimmt sich Geri­cke als Schöp­fer so weit wie mög­lich zurück, um eine kom­po­si­to­ri­sche Har­mo­nie der Handspra­chen der Natur und des Künst­lers zu erreichen. So entstehen Werke der Stille und Meditation.

Der Titel “Thakhi Katari” (Der Weg der Schlange) ist Meta­pher für diese ästhe­ti­sche Phi­lo­so­phie. So sehen wir keine anek­do­ti­sche Figu­ra­tion und Sym­bo­lik, wir sehen keine Schlange, son­dern nur die Dyna­mik der Spur, die sie hin­ter­las­sen hat.

Das Team der Galerie Display freut sich auf David Gericke und seine neuesten Werke. Die Ver­nis­sage beginnt am Samstag, den 02. März um 19 Uhr.

Eisenblech Malerei Nr.1 / 100 cm x 100 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.2 / 100 cm x 100 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.3 / 100 cm x 100 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.4 / 50 cm x 50 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.5 / 50 cm x 50 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.6 / 50 cm x 50 cm – 2013

Eisenblech Malerei Nr.7 / 50 cm x 50 cm – 2013

Der nächste Papst / Keramik, Eisen geklopft, geschweißt, patiniert, Blattgold / 20,0 x 66,0 x 21,0 cm

 

 

 

03 Feb

“Glimpses” / Timo Schlegel 16.02.-26.02.13

Gefühle dik­tie­ren unser Leben, ins­be­son­dere wenn es um zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen geht. In sol­chen Begeg­nun­gen des Gefühls wer­den Liebe, Furcht, Lei­den­schaft und Schuld von inten­si­ve­rer Bedeu­tung, doch sind es genau diese essen­ti­el­len Begriffe, die kaum in Worte gefasst wer­den kön­nen. Sie wer­den eher in ganz bestimm­ten kur­zen Augen­bli­cken spür­bar ding­haft, in Momen­ten, die visu­ell greif­ba­rer und prä­sen­ter sind als sie ver­bal jemals sein könnten.

In den Wer­ken sei­ner Aus­stel­lung „glim­p­ses“, zu deutsch Augen­bli­cke, bringt Timo Schle­gel genau sol­che flüch­ti­gen Momente des inten­si­ven Gefühls, der inti­men Begeg­nung und per­sön­li­chen Offen­ba­rung visu­ell näher und fängt die Quint­es­senz die­ser spe­zi­fi­schen Augen­bli­cke in der Sekunde der Dar­stel­lung ein. Durch prä­zise gewählte Aus­schnitte sind die Werke Sym­bole des Momen­tes des einen Augen­schlags, keine ein­deu­tige Offen­le­gung und Zuord­nung des Motivs. Der Betrach­ter sieht sich mit der Atmo­sphäre die­ser kur­zen Weile alleine kon­fron­tiert, die zwi­schen­mensch­li­che Begeg­nung, der Ort, die Zeit– das Gefühl, fin­den schließ­lich im Kopf des Betrach­ters statt.

Die Bil­der sind in der Regel eine Kom­bi­na­tion aus Acryl, Kohle, Kreide und Farb­stif­ten, aber auch mit Gips greift Timo Schle­gel in die Grund­flä­che ein und formt seine glim­p­ses sowohl auf Lein­wand aber auch auf groß­for­ma­ti­gen Holzplatten.

Timo Schle­gel, geb. 1981, ist gelern­ter Medi­en­de­si­gner und stu­diert zur­zeit Eng­lisch und Geo­gra­phie auf Lehramt.

Wir freuen uns auf diese und Ihre “Augen­bli­cke” und laden herz­lich ein am Sams­tag den 16.02. um 19 Uhr dabei zu sein.

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