28 Dez

Tina van den Bongardt Liebeskindschauher/ 04.-15.01.2014

“A journey that will open your mind and touch your heart.”

that will open

your mind

… and touch your heart.”

Selbstinszenierung , das Sich-selbst-in-Szene-setzen, eine Kunst, die Fingerspitzengefühl bedarf und in unserer medienpopulären Welt der verschobenen Selbstdarstellung, in der “selfie” zum Umwort des Jahres in Großbritannien gewählt wurde, ein intellektuell kritisch aneckendes Wagnis ist. Definiert wird die strategische Selbstdarstellung als Inszenierung eines “erwünschten Selbst” um sein Ansehen im Umfeld zu steigern. Was aber, wenn es nicht um die verschobene Darstellung eines “Selbst”, eine Person geht, sondern um den Transport von Gefühlsmomenten, emotionalen Augenblicken?

Tina van den Bongardt bedient sich dieser Darstellungsweise, um Emotionen Ausdruck zu verleihen, die keinen verbalen Ausdruck benötigen bzw. deren Erklärung außerhalb unserer verbalen Ausdrucksmöglichkeiten liegt.  Ihre Form der Selbstinszenierung ist nicht nur autobiografisch – “die Faszination liegt darin, eine Emotion festzuhalten, die das Gefühl tausender Menschen transportiert” –  ohne Worte, ohne Maske und ohne Definitionsversuch.

Die Abbildungen der Künstlerin wirken spontan, situative Schnappschüsse in analogem Charme, dabei arbeitet van den Bongardt größtenteils mit digitaler Fotografie. Poetische Momentaufnahmen führen den Betrachter auf eine Reise in sein inneres Selbst. Frei von Erklärungsdrang und Wertung bieten sie dem Beobachter Offenheit in der Interpretation und die Möglichkeit sich in ihnen wiederzufinden – oder ihnen neutral als “heimlicher” Zuschauer persönlicher Augenblicke zu begegnen.

Ihre Werke präsentiert Tina van den Bongardt in schwarz/weiß. Geboren in Willich, studiert sie seit 2009 Fotografie und Medien an der Freien Akademie der Künste in Essen. Seit 2010 waren ihre Interpretationen von stillen Emotionen in Essen, Bochum und Gelsenkirchen präsent. Zwischen dem 04. und dem 15. Januar sind ihre Fotografien in der Galerie Display zu betrachten. Wir laden herzlich zur Vernissage am 04.01.2014 um 19 Uhr ein.

Text: Anne S.Fiebig

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Panoramaaufnahme v. Ingo Botho Reize

Panoramaaufnahme v. Ingo Botho Reize

 

 

 

 

 

 

 

 

12 Dez

Sarah Hildebrand Verlassene Orte / 14.bis 28.12. 2013

Ich möchte gern, dass Wände spre­chen könn­ten. Des­we­gen foto­gra­fiere ich sie.“

Sarah Hil­de­brand liebt Geschich­ten. Sie ist fas­zi­niert von Geschich­ten: eines Ortes, einer ver­las­se­nen Woh­nung, eines Zim­mers, einer Person.

Orte sind für mich wie eine Samm­lung von Schich­ten. In einem Haus haben Gene­ra­tio­nen von Men­schen gelebt.“

In ihrer Kunst spielt sie mit Prä­senz und Abwe­sen­heit. Ihre Foto­gra­fien las­sen die Anwe­sen­heit von Men­schen nach­spü­ren, die abwe­send sind. Ein ver­wühl­tes Bett, ein offe­nes Fens­ter, ein schie­fer Lam­pen­schirm. Sarahs Kunst stellt Fra­gen: Wo sind die Bewoh­ner der ver­las­se­nen Orte? Was hat sie ver­an­lasst, ihre Woh­nun­gen zurück zu las­sen? Wel­che Geschich­ten ver­ber­gen die Räume und was geben sie preis? Kon­stru­ie­ren wir durch das Gese­hene ihre Iden­ti­tä­ten der Abwe­sen­den nach? Kön­nen wir sie durch sicht­bare Umstände  definieren?

Viele Auto­ren bezeich­nen die Orte ihrer Abbil­dun­gen als außer­ge­wöhn­lich. Es ist das gewöhn­li­che und bekannte, dass in Sarah Hil­de­brands Bildern fas­zi­niert. Der ein­ge­bil­dete Duft, ein erdach­ter Wind­zug, ein Gefühl, ein „ist da jemand?“

Als Stu­dierte der Bil­den­den Künste mit Schwer­punk­ten in Zeich­nung, Foto­gra­fie und Kurz­ge­schich­ten in Genf und Ham­burg hat sie bereits beacht­li­che Grup­pen- und Ein­zel­aus­stel­lun­gen in ihrem Geburts­land der Schweiz und in Deutsch­land absol­viert. 2014 erwar­tet uns bereits ihre dritte Publi­ka­tion. Heute wohnt und arbei­tet sie in Ham­burg und Köln. Will man die viel­sei­tig begabte Künst­le­rin bezeich­nen, wählt man die Aus­drü­cke Foto­gra­fin, Auto­rin oder Zeich­ne­rin. Sarah Hil­de­brand beschränkt ihre Kunst aber nicht auf ein Medium, son­dern defi­niert diese durch ihre Ein­stel­lung und ihre Sicht auf die Welt.
„Ihre Foto­gra­fien erin­nern an Traum­se­quen­zen,“ schreibt die bekannte Foto­gra­fin Jes­sica Back­haus in Sarah Hil­de­brands letz­ten Publi­ka­tion „Ver­las­sene Orte/ Lieux délais­sés.“ Also ver­wan­deln wir das Dis­play in einen Ort der Erin­ne­run­gen und fan­gen an zu träu­men.
Zwi­schen dem 14. und dem 28. Dezem­ber 2013 bil­den ihre Werke den Abschluss für das Jahr 2013 in der Gale­rie Display. Wir freuen uns sehr die Fotoarbeiten von Sarah Hildebrand am Samstag, den 14.12. um 19 Uhr zu präsentieren und laden herzlich hierzu ein.

Grafik: Timo Schlegel

Grafik: Timo Schlegel

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Sarah Hildebrand / Verlassene Orte / 14.bis 28.12. 2013

 

 

 

 

 

 

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