27 Mrz

Michael Heckert // Malerei // 03. – 16.05.2014

2016-01-17 14.14.18

 

Vernissage:     03.05.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     03.05. – 16.05.2014

 

„Ich komme vom abstrakten Expressionismus, Actionpainting amerikanischer Art.“ M.H.

Mit diesen Worten setzt Michael Heckert die Definition seiner expressiven Kunstform. Abstrakter Expressionismus, eine Kunstrichtung der modernen Malerei der Kriegs- und Nachkriegszeit, die vornehmlich durch die NewYorkSchool in den späten 1940er bis frühen 1960er Jahren bekannt wurde. Sie ist die Kunst der Nichtform, eine Gegenbewegung zu Konstruktivismus, Realismus und geometrischer Abstraktion, die sich das Ziel setzte, spontane Kunst ohne Beschränkung herkömmlicher Formvorgaben zu schaffen. Sämtliche Ausprägungen des abstrakten Expressionismus bestanden darauf, die Emotion und die Spontanität in den Mittelpunkt ihres Schaffens zu setzen, fern von Perfektion, Vernunft und Reglementierung. Die Darstellungsweise war abstrakt, teilweise auch abstrakt-figurativ. Das Auftragen der Farbe wurde auf höchst unkonventionellem Wege durch Streichen, Schütteln, Reiben, Spritzen, Zerlaufen oder Kratzen auf die Leinwände vollzogen. Diese dynamische Malweise, das sogenannte “Action Painting“, galt als Inbegriff des Abstrakten Expressionismus.

Es war die Kunst der lenkenden Emotionen, die dem Zufall im kreativen Schaffensprozess eine wichtige Rolle einräumte, eine unmittelbare Entäußerung des Unbewussten. Zu den wichtigsten Vertretern des gestischen Abstrakten Expressionismus zählen unter anderem Sam Francis, Franz Kline , Robert Motherwell und Willem de Kooning. Hier lässt sich anknüpfen, denn neben Gustav Klimt und Egon Schiele betrachtete Michael Heckert Willem de Kooning als Quelle seiner Inspiration. Geboren am 29.10.1950 in Halle an der Saale und aufgewachsen in Ostwestfalen, absolvierte Heckert eine Lehre als Groß- und Einzelhandelskaufmann. 1976 folgte das ersehnte Studium der Freien Künste an der HBK Braunschweig bei Lienhard von Monkiewitsch, Alfred Winter-Rust und Peter Voigt, das er als Meisterschüler von Peter Voigt mit herausragenden Leistungen abschloss. Inspiriert vom Abstrakten Expressionismus der 1940er bis 1960er Jahre blieb Heckert dieser Stilrichtung treu. Er arbeitete als freier Künstler in Köln, Bonn und Port-au-Prince, Haiti. Bis 2014 bewohnte er ein Atelier in Bad Honnef. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Berlin.

Als freier Künstler widmete sich Michael Heckert anfangs der halb figürlichen Malerei. Zeitnah entwickelte er seinen Stil weiter und betrachtete bald die Faszination für die abstrakte Malerei als den Inhalt seines künstlerischen Schaffens. Von 2007 bis 2012 erfuhr der Künstler nach einem Umzug in der Hauptstadt Porte-au-Prince, Haiti, neue Eindrücke und Herausforderungen, begleitet von dem Stimmungsgefühl des karibischen Lebens und gefangen von der Farbenpracht der amerikanischen Inselvielfalt. Ihm blieb nicht erspart, die Konsequenzen mehrerer Naturkatastrophen am eigenen Leib zu erfahren. Im Umfeld politischer Unruhen, Hurrikans, Choleraepidemien und einer fortgesetzten Traumatisierung durch ein Erdbeben 2010 veränderte sich seine Haltung zum eigenen Leben und erzeugte eine neue Sichtweise auf sein künstlerisches Schaffen. Das Ergebnis war eine Rückbesinnung auf seine bereits in den 90er Jahren begonnenen Fotoübermalungen, die er nun ausbaute und konsequent weiterführte. Er entwickelte eine individuelle Form der Verbindung zwischen Fotografie und Malerei im Stil des „Action Paintings“. Großformatig werden Fotos auf Leinwände gedruckt und nach eingehender Bildanalyse expressiv mittels unterschiedlicher Werkzeuge und Techniken abstrakt übermalt. Das „Weibliche“ ist der Gegenstand seiner Werke. Heckerts Ziel ist es, durch expressives Farbenspiel die Essenz weiblicher Energie freizulegen.

Mehrere Institutionen in Köln, weitere in verschiedenen Städten in Schweden sowie Düsseldorf, Marburg, Oldenburg, Aachen, oder Pétion-Ville auf Haiti zählen zu Ausstellungsorten auf dem Schaffensweg von Michael Heckert. Neben erfolgreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seit den frühen 80er Jahren finden sich Werke von Michael Heckert auch in Sammlungen des Museums Ludwig zu Köln, der Deutschen Bank in Frankfurt/Main, der Landesregierung Hannover, dem Universitätsmuseum Marburg und zahlreichen Privatsammlungen. Mit seiner Ausstellung „Malerei“ in der Galerie DISPLAY möchte Michael Heckert an seine frühen Erfolge in Köln in den 90er Jahren anknüpfen. Wir sind uns einig, dass ihm dies gelingen wird und freuen uns auf eine großARTige Ausstellung, zu der wir Sie herzlich einladen.

05 Mrz

André Schmucki // DA-zwischen // 12. – 30.04.2014

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André Schmucki
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12.04.2014 um 19 Uhr
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Die visuellen Expressionen von André Schmucki erinnern an Spiegelbilder eines Traumes, Fragmente einer Erinnerung. Dunkle Farbpaletten und verwischte Konturen verleiten uns, tiefer zu blicken, das Nichtöffentliche hinter dem Vorhang verstehen zu wollen.

Angelehnt an den frühen Surrealismus der 1920er Jahre, setzt sich André Schmucki das Ziel, das Undeutliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unterbewusstseins zu erforschen und den durch den menschlichen Verstand begrenzten Erfahrungsbereich mit dem zu erweitern, was außerhalb des bewussten Denkens liegt. Seine Technik erweitert den Ansatz durch eine bildliche Mystifizierung. Dabei bleibt die Realität erhalten, da auch das Unterbewusstsein ein Teil von ihr ist.
Geboren in St. Gallen, wohnt und arbeitet der Künstler heute in Luzern. In seiner Kunst strebt er die Weiterentwicklung der Malerei an. Im Zuge seiner Technik reproduziert André Schmucki mit einer Spritzpistole Fotografien zu einem fotorealistischen Abbild. In einem Folgeschritt vervollständigt er das Bild mit dem Auftragen von Ölfarbe in mehreren Schichten. Es ist eine Zerstörung und Neugeburt des Abbildes. Diese Technik, in Kombination mit privaten Momentaufnahmen als Kontext, bewirkt einerseits eine emotionale Nähe zu dem abgebildeten, verschleierten Subjekt, verspiegelt diese jedoch hinter einer bewussten Entfremdung. Der Betrachter fühlt sich in der Rolle des zufälligen Beobachters. Er nimmt die Reflektionen eines Spiegels wahr, blickt wie hinter schmutziges Glas und kann aufgrund der Unzulänglichkeit nur undetaillierte Fragmente aufnehmen. Seine Kunstwerke wirken wie träumerische Illusionen und bewirken Distanz und Nähe zugleich – ein Traumbild, eine Erinnerung. Es ist ein Blick ins Unterbewusstsein.

In der Wissenschaft wird angenommen, dass die primäre Funktion der Träume eine psychologische Balance und Ausgleichssituation für Angelegenheiten unserer wachen Stunden ist. Erinnerungen, Ängste und Wünsche sind symbolisch und enthüllen uns innerhalb der Analyse ein tieferes Verständnis für uns selbst. Aus diesem Grund sieht André Schmucki seine Kunst als visuelle Manifestation des Unterbewusstseins. In zahlreichen Online- und Printpublikationen und auf internationalen Ausstellungen unter anderem in Berlin, Karlsruhe, Lissabon, Hamburg, Köln, Basel, Wien, den USA, Luzern sowie Zürich konnte man seine Interpretationen des Unbewussten bereits bewundern. Nun bietet sich auch eine Chance dazu bei uns im DISPLAY. Wir freuen uns sehr darauf und laden herzlich hierzu ein.

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schmucki  back klein

Hindsight - Acryl, Öl auf Leinwand, 90 x 100 cm

Hindsight – Acryl, Öl auf Leinwand, 90 x 100 cm

Pervasive - Acryl, Öl auf Leinwand, 110 x 120 cm

Pervasive – Acryl, Öl auf Leinwand, 110 x 120 cm

Talk about nothing - Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm

Talk about nothing – Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm

Remain - Acryl, Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm

Remain – Acryl, Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm

Survey - Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Survey – Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Hubbub - Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Hubbub – Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Respite, Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Respite – Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Await, Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Await – Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Weary -  Acryl, Öl auf Leinwand, 80 x 90 cm

Weary – Acryl, Öl auf Leinwand, 80 x 90 cm

Occupation -  Acryl, Öl auf Leinwand, 60 x 75 cm

Occupation – Acryl, Öl auf Leinwand, 60 x 75 cm

 

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