09 Apr

Mirella Buchholz // Requisitenkammer // 31.05. – 11.06.2014

2016-01-17 14.13.55

 

Vernissage:     31.05.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     31.05. – 11.06.2014

Eine am Realismus angelehnte Form- und Farbgebung ist nicht Inhalt der Werke von Mirella Buchholz. Vielmehr spielt die freischaffende Künstlerin in ihrem Malprozess mit intensiver Farbgebung und auffällig kontrastierendem Pinselstrich. Die klassische Körpermodellierung weicht einer abstrakten Farbakzentuierung und rückt den Malprozess selbst in den Vordergrund, ohne aber das Dargestellte, die porträtierten Personen oder Subjekte, zu verklären. Insbesondere Menschen im Portrait, Tiere und Naturaufnahmen setzt Mirella Buchholz auf eine Art und Weise in Szene, die am gestischen Pinselstrich des abstrakten Expressionismus angelehnt ist.

Das nicht klar Identifizierbare ist Ausdruck von Mirella Buchholz’ gestischer Malerei. Sie spiegelt das intuitiv Erfahrbare, das Meditative, Spontane, das Fühlbare wider. Aus unbekannter Szenerie gegriffen, setzt die Künstlerin flüchtige, intensive Augenblicke in Farbe, die ihr den Wunsch vermittelten, sie auf Leinwand festzuhalten. Diese individuelle Wahrnehmung der Wirklichkeit macht den autobiographischen Aspekt ihrer Werke aus. Statt mit formellem Perfektionismus setzt die Künstlerin ihre Schwerpunkte durch Proportion und Platzierung des Subjektes im Bild. Träumerisch abstrakt gibt sie offene Fragen vor, die uns als aktive Betrachter zu Eigeninitiative und Selbstinterpretation auffordern.

Geboren in Kattowitz in Polen, begann Mirella Buchholz im Jahre 2000 eine künstlerische Ausbildung in Malerei und Zeichnung. Sie folgte akademischen Studien zur Zeichnung und Malerei bei Edith Oellers, Stephan Geisler und Mathes Schweinberger. Als Gründungsmitglied der Gruppe art.purpur war sie 2008 ebenfalls Mitglied der Künstlergemeinschaft DAS RAD. Zudem ist sie seit 2008 Dozentin für Malerei am Kulturreferat Bergkamen.

Seit 2006 stellt die Künstlerin in Gruppen- und Einzelausstellungen ihre großformatigen Werke der Öffentlichkeit vor. In ihrer Ausstellung in der Galerie DISPLAY präsentiert Mirella Buchholz ein Portfolio aus Zeichnungen der vergangenen drei Jahre zusammen mit aktuellen Werken der Malerei. Sie thematisiert Dinge und Personen als Requisiten ihres künstlerischen Werdeganges, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.

08 Apr

Stephanie Fracke // Beautiful lies // 17. – 30.05.2014

2016-01-17 14.14.09

 

Vernissage:     17.05.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     17.05. – 30.05.2014

Es gibt Bilder in der Sammlung von Stephanie Fracke, die bisweilen den Betrachter erschrecken. Andere wieder sind puristisch monochrom oder sogar erotisch. Sie produziert eingefangene Belichtungsmomente auf tiefem Schwarz. Die  Ausdrucksstärke ihrer Werke hat einen Hintergrund. Sie sind das emotionale Sprachrohr der jungen Künstlerin:

“Meine Bilder schreien ein wenig. Sie bringen zum Ausdruck, was ich mit meinem Mund, meinen Händen, meiner Mimik und Gestik nicht wiedergeben kann. Sie erzählen meine Geschichte, jedes auf eine unterschiedliche Art, aber immer aus mir heraus.”

Die Leidenschaft für die Malerei vermutet Stephanie Fracke im Erbe ihrer Mutter, die sich früh mit ausdrucksstarker Malerei beschäftigte. Ihr Talent im Auge, besuchte sie 2005 bis 2008 das Richard-Riemerschmid Berufskolleg für Gestaltung und absolvierte dieses mit der Fachhochschulreife in Gestaltung im Sommer 2008. Das Gestalten am PC sättigte die Künstlerin jedoch nicht, so schrieb sie sich an der FAK in Köln für den Studiengang “Freie Kunst” ein, die sie bis 2010 besuchte. Die Kurse an der FAK waren aufschlussreich und prägten sie auf ihrem Werdegang als junge Künstlerin.

Die inhaltliche Spanne in den Werken von Stephanie Fracke reicht von Portraits über Akt bis hin zu Tiermotiven. Es sind freie Inspirationen aus ihrem Leben, Spiegelbilder ihrer Interessen und aktuellen Identifikation. Sie verarbeitet mit ihrer Kunst spezielle bewusste und unbewusste Erfahrungen ihrer Entwicklung, lässt dem Betrachter aber die Freiheit, eine eigene Identifikation zu entdecken. Deswegen verleiht sie ihren Bildern selten Titel.

Auffallend ist ein Hell-Dunkel-Kontrast, der es uns ermöglicht, insbesondere die Form und die Plastizität der abgebildeten Gegenstände zu erkennen. Es entsteht eine Betonung der Form durch eine Kontrastgrenze, die teilweise streng, teilweise spielerisch ausufernd vollzogen wird. Die schwarz ummantelten Abbildungen erinnern in ihrer Farbgebung an barocke Portraits von Rembrandt in einer modernen Interpretation der Abstraktion.

Die Suche nach Ruhe und Inspiration zog die junge Künstlerin  zurück aufs Land.Wohnhaft in Pulheim-Stommelerbusch  arbeitet sie seit 2014 als examinierte Krankenschwester. Die natürliche Umgebung schenkt ihr Raum für Kreativität. Den Pinsel wird sie so schnell nicht aus der Hand legen, denn:

“Ich weiß auch manchmal gar nicht, warum ich male und vor allem, wie. Aber ich habe herausgefunden, dass es mich unglücklich macht, wenn ich es nicht tue.”

In der Galerie Display bestreitet Stephanie Fracke ihre erste Einzelausstellung.

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