06 Jun

ARTcore // Michael Schulz & Flaca // 27.06. – 06.07.2014 im Landmann 31

2016-01-17 14.13.42

 

Ort:     “Landmann 31”,  Landmannstrasse 31 in 50825 Köln-Ehrenfeld

Künstler:     Michael Schulz & Flaca

Vernissage:     27.06.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     27.06. – 06.07.2014

Das Team der Galerie DISPLAY präsentiert erstmalig in einer Gemeinschaftsausstellung seine Hauskünstler Michael Schulz und Mercedes Alejandra Goudet, genannt Flaca. Zu diesem Anlass haben wir die Möglichkeit bekommen, die Ausstellung im Landmann 31, einem sehr schönen Kunstraum, zentral gelegen, mit einer Ausstellungsfläche von 150 m², zu veranstalten.

Die beiden Künstler Michael Schulz und Flaca könnten in ihrem Stil nicht unterschiedlicher sein. Dennoch verbindet sie die skurrile Präsentation des Totgeschwiegenen, die sie gemeinsam praktizieren, ihre Darstellung brisanter Themen in einer provokanten ART.

Michael Schulz

Zur Gestaltung seiner Objekte bedient sich Michael Schulz natürlicher Materialien wie Holz, Stoff, Metall. Er greift jedoch auch auf Spuren menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens zurück. So entstehen Arbeiten, die Kultgegenständen archaischer Religionen ähneln. In seinen zum Teil plastischen Collagen werden diese Religionen oft aufs Korn genommen. So gelingt es ihm, die fanatisch praktizierten Weltreligionen zu Objekten zu komprimieren, sie als eine bizarre Wurzel allen Übels herauszustellen.

Seine verschiedenartigen Collagen, die im Gegensatz zu Flaca’s Arbeiten ganz ohne Photoshop auskommen, fertigt er vorwiegend mit Skalpell und Papier. Jede Arbeit ist ein Unikat. Bisweilen bergen sie auch Spuren von Pigmenten, Kaffee und chemischen Substanzen.

“In seiner außerordentlichen Akribie bemalt er Themen, geprägt von seiner Herkunft, dem Katholizismus, Glaube-Sitte-Heimat und führt uns über kalauernden Witz in Abgründe des Wahnsinns, lässt Blinde durch seine Augen Erkenntnis schöpfen, sehen, ein Stück Mystik und etwas Magie.”

(Text enthält Auszüge von Enno Stahl)

Flaca

Flaca weiß den Betrachter zu reizen. Im wahrsten Sinne fesselnd ist die Lust, die in ihren Bildern gebannt ist. Die Erotik in den digitalen Werken wirkt wie eine laute, düstere aber gleichzeitig geheime Fantasie. Ihre großformatigen Fotocollagen provozieren. Doch trotz aller Explikation ist die Ästhetik des Körpers der bloßen Erotik übergeordnet.

So schafft Flaca Werke voller spannungsvoller Hingabe und zeigt die Schönheit des Extremen. Knallige Farben, die prickelnde Darstellung und die Lust am Detail machen Flaca’s Arbeiten so unwiderstehlich. Es ist der Schmerz der düsteren Lust, der gleichzeitig pure Freude an der Leidenschaft ist. Oder aber diese Lust, die pure Dekadenz in Gold, die trotz allen Glanzes ihre dunklen Schattenseiten birgt.

“Als Autodidakt kämpfe ich mit meinen grafischen Inszenierungen für die Emanzipation der Frau, Liberalismus, Toleranz und die freie Verfügung über den eigenen Körper. Die Faszination an der Weiblichkeit erlaubt mir eine Radikalität im Mantel der Ästhetik, die mir so viel bedeutet wie die kritische Auseinandersetzung mit meinen Aussagen.”

(Text enthält Auszüge von Anne S.Fiebig)

Abweichend von den aus der Galerie DISPLAY vertrauten Öffnungszeiten kann die Ausstellung der beiden Künstler zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

  • während des Straßenfestes in der Landmannstraße am 28. und 29.06.2014 jeweils von 11 bis 19 Uhr,
  • vom 01. – 04.07.2014 täglich von 17 bis 20 Uhr sowie
  • am 05. und 06.07.2014 von 15 bis 18 Uhr
04 Jun

Adam Kroll, Photographie // Spirits // 19.07. – 01.08.2014

2016-01-17 14.13.24

Vernissage:     19.07.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     19.07. – 01.08.2014

Wer einen Blick auf seine Webseite wirft, dem wird eines sehr schnell klar: Adam Kroll hat es auf Menschen abgesehen. Was er in ihren Gesichtern entdeckt, versucht er durch seine Bildbearbeitungstechnik zu verstärken. Mit Vorliebe wählt er hierfür eine Belichtungsart, die sich Low-Key nennt. Sie ist geprägt von kontrastreichen Schärfungen und einer eindrucksvollen Tiefenwirkung. Adam Kroll ist kein Weichzeichner, er bevorzugt die Authentizität seiner Protagonisten, möchte ihre Wahrhaftigkeit, ihre Gefühle festhalten und zeigen. Ob Bildbearbeitung ein Vergehen ist? Nein! Wenn es hilft, den wahrhaftigen Ausdruck hervorzuheben, dann zählt ganz einfach das Ergebnis, sagt Adam.

Seinen ersten Lebensabschnitt verbrachte Adam Kroll in Schlesien und zog im jungen Alter von neun Jahren zusammen mit seiner Mutter nach Düsseldorf. Schon früh entdeckte er seine visuelle Seite im Zeichnen, die er aber später gegen zwei Schlagzeugstöcke eintauschte und seine neue Leidenschaft in der Musik fand. Heute produziert Adam Kroll in seinem Homestudio seine eigenen elektronischen Musikstücke und arbeitet ebenfalls als Sounddesigner. Vor nicht allzu langer Zeit führte er sogar sein eigenes Plattenlabel. Sein universelles Talent ruhte allerdings nicht, sondern suchte sich eine neue Form des Ausdrucks und landete beinahe zwangsläufig bei der Fotografie. Das nötige Wissen eignete er sich autodidaktisch an. Eine besondere Sympathie und Inspiration fand er bei dem englischen Portrait-Fotografen Lee Jeffries und dem verstorbenen Kölner Altmeister der Fotografie August Sander.

„Spirits“ ist seine erste Ausstellung, die er ausschließlich seinem Protagonisten, dem Performancekünstler Rame widmet. Rame ist sein ganz besonderer Freund, eine Quelle seiner Inspiration, ein spiritueller Meister aus Bali. Fragt man ihn, was seine hier ausgestellten Werke aussagen, verweist er auf seinen Freund. Ihn möchte er zeigen, seine Begegnung mit diesem wichtigen Menschen mit der Welt teilen. Ganz gewollt hat sich Kroll für drei großformatige Werke entschieden. Der Betrachter soll die Kraft und Intensität, die seine Arbeiten ausmachen, bewusst erleben. Eines ist Rame und ihm neben ihrer Arbeit außerordentlich wichtig: Ihre Freiheit. Diese hat ihre Talente beflügelt, sie zusammengeführt und zu dem werden lassen, was sie heute sind: Vielseitige, hochtalentierte Künstler und Freigeister.

 

04 Jun

Jens Hunger // stay with me // 05. – 18.07.2014

2016-01-17 14.13.32

 

Vernissage:     05.07.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     05.07. – 18.07.2014

Der Künstler Jens Hunger, geboren 1968, gibt in seinen Arbeiten Einblick in seine Perspektive auf eine scheinbar verworrene und bedrohliche Außenwelt. Am Anfang dieser künstlerischen Auseinandersetzung standen Comics und Collagen, aber seit einigen Jahren entstehen Ölgemälde auf Leinwand, Baumwolle und Papier. Dabei bedient er sich einer surrealistischen und expressiven Bildsprache.

Eine Mischung aus phantastischen und realistischen Bildelementen verschmilzt zu einem eigenen Ausdruck. Dabei versucht er, das Unwirkliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unbewussten auszuloten und darzustellen. Oft ist auch eine Auflösung von scheinbar gegensätzlichen Zuständen und Situationen zu betrachten. Die Elemente Farbe, Dynamik und Gefühl lassen sich in nahezu jedem seiner Werke finden.

Der Betrachter entdeckt eine Vielzahl von Positionen, die auf ihn einwirken und die er für sich interpretieren kann. Es ist der Versuch der Einbettung des Wunderbaren, aber auch des Schreckhaften in banale oder manchmal auch groteske Szenerien. Teilweise eruptive, aber auch zurückhaltende Ausdrucksmittel wie zum Beispiel ein vitaler Farbauftrag oder eine vereinfachte Formgebung sind zu betrachten. Bisher waren die Arbeiten von Jens Hunger an verschiedenen Ausstellungsorten in Berlin, Köln, München, Hamburg, Düsseldorf, Aachen, Wien, Graz, Würzburg, Bochum und Schwerin zu sehen.

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