20 Okt

#neuephotokunst and Friends // 21.10. – 02.11.2014

2016-01-17 14.12.54

 

Gruppenausstellung von:

Adam Kroll

Georg M. Anders

Marcel Terrani

Mike Dargas

Philipp J. Bösel

Ort:     Wertheim / Albertusstr. 18, 50667 Köln

Vernissage:     21.10.2014 ab 19:00 Uhr

Dauer:     21.10. – 02.11.2014

Öffnungszeiten:     täglich außer Montag 16:00 – 20:00 Uhr u.n.V.

Finissage:     02.11.2014 ab 16:00 Uhr

#neuephotokunst and Friends – die Galerie DISPLAY präsentiert Künstler aus ihrem Kreis. Exklusiver Ausstellungsort ist das Wertheim. Wir freuen uns sehr, diese wunderschönen Räume zu bespielen und versprechen jetzt schon eine spannende Ausstellung. Die ausstellenden Künstler zeigen Arbeiten aus dem Bereich der Photographie und der photorealistischen Malerei.

24 Okt

Blackbox / Eine Gemeinschaftsausstellung von crossart international / 25.10.- 05.11.2014

Black Box

 

Künstler:     cossart international

Vernissage:     25.10.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     25.10. – 05.11.2014

 

Dies ist die bereits 11. crossart Gruppenausstellung in unserer Galerie.

Wie in einer Blackbox sind auch in Werken zeitgenössischer Kunst viele Geheimnisse versteckt. Mal findet der Betrachter den Schlüssel zum öffnen dieser Blackbox, mal tappt er im Dunkeln oder kann vielleicht erahnen was hinter der kryptischen Oberfläche eines Werkes verborgen liegt. Die crossart-Künstler sind aufgefordert, sich mit Werken, die etwas Geheimnisvolles in sich tragen, für diese Ausstellung zu bewerben. Dabei sind sowohl abstrakte, als auch gegenständliche Werke zugelassen und auch diesmal ist wieder ein Bildhauer dabei.

Ausstellende Künstler sind: Klaus Schaefer, Peter Mück, Xenia Maria Wingartz, Anita Kuerten, Jutta Biesemann, Marion Birkholz, Gabriele Strehlau, Donata Reinhard, Olga Breininger und Margrit Schneider

08 Okt

David Jacques / Dämonen / 09. – 24.10.2014

2016-01-17 14.12.34

 

Künstler:     David Jacques

Vernissage:     09.10.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     09.10. – 24.10.2014

 

Im Rahmen des Liverpool-Köln-Festivals VON DORT UND HIER exponieren wir Bilder des Liverpooler Künstlers David Jacques

(veranstaltet von der Initiative “Eight Days A Week”)

(Die) Dämonen sind mitten unter uns. Und es gibt tatsächlich nicht nur einen, sondern viele. Gab es möglicherweise einst nur einen einzigen Teufel, der das Böse in die Welt brachte oder verhinderte, dass es aus ihr verschwand, so hat er längst viele Dämonen hervorgebracht, die überall und ständig ihr Unwesen treiben. Man kann vor ihnen nicht sicher sein. Sie kommen nicht nur von außen, sie schlüpfen sogar in den Menschen hinein. Die Menschen haben Angst vor den Dämonen und sie tragen die Dämonen in sich. Das ist eine vertrackte Angelegenheit. Der spanische Maler Francesco Goya hat das in seiner berühmten Radierung „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“ zum Ausdruck gebracht. Ein Dämon jedoch ist noch mehr als ein Ungeheuer, denn ihm haftet nicht nur das Monströse, Gewalttätige, Gefräßige und Unberechenbare der Natur an, sondern zugleich das Böse.

David Jacques hat diese Dämonen genau angeschaut, und er hat ihre Gesichter gemalt. Auf kleinen Formaten, um den Blick mehr auf den Inhalt zu konzentrieren als auf den bildlichen Effekt. Genauso wie eine kleine Fotografie einen Betrachter zwingt, umso genauer hinzuschauen. Es sind die Mächtigen dieser Welt, die Jacques im Bild zeigt, die über Reichtum und Entscheidungsgewalt verfügen. Die meisten sind Männer. Sie sind es, die schonungslos Entscheidungen treffen und ihre Interessen verfolgen und darüber Handlungen vollziehen, die andere Menschen zum Material in einem schonungslosen Wirtschaftssystem machen, in dem die einen immer reicher und die anderen immer ärmer werden. Diese Dämonen sind gefräßig, sie sind gierig, sie sind zynisch und sie sind rücksichtslos. David Jacques Bilder zeigen: Man muss ihnen die Maske vom Gesicht nehmen und zeigen, dass das Dämonische ganz gewöhnliche Gesichter hat.

Er scheut sich nicht, bestimmte Menschen Dämonen zu nennen, verbunden mit deren Verantwortung an dem, was wir abstrakt die gesellschaftlichen Verhältnisse nennen. Er sagt, dass ein wahrhaft sozialer Mensch nicht gleichzeitig Millionen an Dollar, britischen Pfund oder Euro im Jahr verdienen könne, während andere Menschen jeden Tag darunter litten, mit ihrem Geld nicht über die Runden zu kommen. Er sagt, dass ein wahrhaft sozialer Mensch nicht – je nach Vorteil und Funktion – die Menschen abwechselnd lieben und verachten könne. David Jacques weiß, dass es diesen Anachronismus im Menschlich-Allzumenschlichen gibt, so wie es im seelischen Leben Liebe und Hass gibt. Aber zu wissen, dass es das gibt, macht es nicht besser und legitimiert es vor allem nicht. David Jacques glaubt, dass allein Kants kategorischer Imperativ das Miteinander zwischen den Menschen angemessen regeln könne: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“. Volksnah ausgedrückt: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“

Der meisterliche realistische Maler David Jacques, der sowohl die Kunst der expressiven als auch der surrealen Zuspitzung bestens beherrscht, verbindet in seinen Dämonen-Bildern die mittelalterliche Malerei eines Hieronymus Bosch mit der modernen künstlerischen Collagetechnik eines John Heartfield. Die psychologische Dramatik der spätmittelalterlichen Malerei und die konkrete soziale Dimension der politisch engagierten Kunst der Weimarer Republik greifen in seiner Bildserie ineinander und sind von äußerst aktueller Brisanz. Begleitet durch informativ-aufklärende Texte zu den dargestellten Personen will Jacques Zusammenhänge zwischen individuellen Personen, ihrem Verhalten, ihrem ökonomischen Status, ihren finanziellen Interessen und den Entwicklungen in der Welt aufzeigen. Er beharrt in seiner Kunst seit Jahren auf der moralischen und aufklärerischen Dimension von Kunst. Indem er seine Kunst mit Elementen der traditionellen Kunst zu ganz eigenen Bildwerken verknüpft, zeigt er nicht nur die Aktualität traditioneller Kunstformen, sondern auch die beständige Aktualität der Thematisierung ganz bestimmter Aspekte des Menschlich-Allzumenschlichen. Gewalt, Macht, Gier und dass Menschen andere Menschen zu Opfern machen, sind solche Aspekte. Die Angst und die Unmündigkeit des Menschen liegen im Interesse der Dämonen, die David Jacques malt, sie sind ihre Gehilfen. Er empfindet Zorn den Dämonen gegenüber, und er lacht zugleich über sie. Witz und Schrecken kommen in seinen Dämonen-Bildern zusammen.

Es sind kleinformatige Bilder, sehr klein für ein derart gewaltiges Thema. David Jacques hat das Format bewusst gewählt: Man muss aufmerksam hinsehen, um die Dämonen unserer Tage zu erkennen, denn allzu oft sehen sie aus wie Du und Ich. Sie verstecken sich, sie schlüpfen in geschickte Tarnungen, lenken ab mit netten Geschichten, präsentieren sich als Jedermann oder Engel. Aber sie sind da, sind ebenso wie die soziale Ungerechtigkeit eine unabweisbare Tatsache. Man muss die Dämonen ausfindig machen wie üble Krankheitserreger und Mittel finden, sie in Schach zu halten. Und Bilder allein sind dafür zu wenig, David Jacques weiß das.

(Auszüge aus dem Text von Jürgen Kisters)

Organisation Initiative Eight Days a Week:
Jürgen Kisters, Heinrich-Brauns-Straße 18a, 51061 Köln, Telefon 0221 641392
Georg Gartz, Escher Straße 17, 50733 Köln, Telefon 0221 7603909
Nathaly Deges, Schloßstraße 33, 50226 Frechen, Tel.: 02234-270962

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der GAG Immobilien AG statt.

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