28 Aug

crossart international // POP UP // 29.08. – 09.09.2015

Pop-Up

 

Künstler:     crossart international

Vernissage:     29.08.2015 um 19:00 Uhr

Dauer:     29.08. – 09.09.2015

Von vielen werden sie als lästig empfunden, die plötzlich auftauchenden Pop-ups auf unseren digitalen Benutzeroberflächen.
Sie drängen sich auf, sie stechen ins Auge. Auch die Künstler des Netzwerkes crossart international wollen sich mit ihren Pop-ups auf die Benutzeroberfläche des Betrachters drängen, wollen seine Wahrnehmung beeinflussen.
Für diese Gruppenausstellung wurden die crossart-Künstler aufgefordert, sich mit Arbeiten zu bewerben, die auf den Betrachter wie Pop-ups wirken.

Aus den Bewerbungen sind 10 Künstler ausgewählt worden.
Die Ausstellung ist kurz, sie verschwindet genauso schnell wie sie aufgetaucht ist
– wie ein POP UP –
und hinterlässt dabei mit Ihrer frechen Bildsprache einen nachhaltigen Eindruck.
Dabei sind gegenständlich Werke genauso zugelassen wie abstrakte Kunst.

Ausstellende Künstler sind:

Angelika Oedingen
Donata Reinhard
Marion Birkholz
Ruth Weizel
Barbara Niesen
Jochen Höwel
Kathrin Broden
Birgitt Negro
Elke Bürger
Jan Schönepauck

14 Aug

Melanie Tilkov // es ist, was es ist // 15.08. – 28.08.2015

es ist, was es ist

 

 

Künstler:     Melanie Tilkov

Vernissage:     15.08.2015 um 19:00 Uhr

Dauer:     15.08. – 28.08.2015

Diese Tür hat keine Klinke. … sie ist zu.

Oder steht sie doch einen Spalt offen?
Man weiß es nicht…
Aber das ist auch nicht schlimm.
Vielleicht will man sowieso gar nicht hindurch gehen.>

Emanuel Mir schreibt ganz wunderbar über ein „Sowohl als Auch“, welches in den Portraits von Melanie Tilkov steckt.
Die Künstlerin selbst beschreibt Es als Wahrnehmung einer Aura, als psyschiche Präsenz von etwas, dass sie versucht einzufangen.

Was verbirgt sich unter dem roten Turban?
Welche Haarfarbe hat dieses geheimnisvolle Mädchen?
Wer ist sie?
Man mag ihr in die Augen schauen, sie erkennen.

Aber dazwischen weht ein zarter, brüchiger Vorhang aus Ornamenten … und ich fühle mich ertappt, beim Durchschauen fremder Gardinen.

Es wirkt, als verberge sich der zauberhafte Schleier in Melanie Tilkovs Bildern noch einmal selbst auf einer Metaebene, die mir die Fragen stellt, was ich denn nur hinter diesem Schleier suche?
Denn im Grunde ist doch alles da. … und ruht in sich, für sich. … zerfließt in einer entspannten Ahnungslosigkeit.
Bin ich am Ende selbst der Schleier?

Fast ist es, als wäre die Antwort sowieso da, bereitwillig gegeben, bloß in einer anderen Sprache.
Ich sehe mich konfrontiert, mit der Erkenntnis über die Unmöglichkeit, einen Gegenüber jemals vollends zu verstehen, denn dazu müsste ich seine Träume träumen.
Und trotzdem schimmern sie durch, lassen sich nachfühlen, wenn auch nicht verstandesmäßig verstehen.
<Durch das zarte Durchschimmern der Farben des Untergrundes erzielt die Künstlerin die Anmutung eines Dahinter, wodurch sie auch im Formalen die Vielschichtigkeit und Ambivalenz ihrer Portraits anklingen lässt. > (Aloisia Völlmer)

Mein ‚Davor’ und Tilkovs ‚Dahinter’ erzeugen eine fruchtbare These und das mächtige ‚Dazwischen’ liegt halbtransparent auf dem Tableau, das gleichzeitig eine gefrorene Wasseroberfläche, eine warme Holzdiele und/ oder ein rotes Tuch ist.

Text: Corinna König
Grafik: Timo Schlegel

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