15 Jan

Michael Schulz // morbid orbit // 17. – 31.01.2014

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Michael Schulz
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17.01.2014, ab 19:00
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17. – 31.01.2014
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31.01.2014, 18:00 – 21:00
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Der rituale, urbane Primitivismus ist allgegenwärtig. Es herrscht der Drang, die durch-rationalisierte Welt zu überschreiten, auszuweiten, Fluchthöhlen in sich selbst zu entdecken, sich zu verlieren, um zu sich selbst zu kommen. Denn Ohnmacht herrscht vor, transzendentale Obdachlosigkeit, der moderne Mensch sieht seine Wurzeln gekappt.

In dieser Welt ist es schwer sich künstlerisch in Bereiche der Magie und des Ursprungs zu begeben, ohne selbst den neoprimitivistischen Ideologemen zu verfallen und unsere Alltagskultur umzuschmelzen. Den skurrilen Mixmedia von Michael Schulz gelingt es scheinbar mühelos, solche Verschiebungen vorzunehmen. Viele seiner Arbeiten erwecken den Eindruck, künstlerisch “Primitive” seien ihre Autoren, ähneln Kultgegenstände archaischer Religionen, “Traumhelfer”, dabei immer aus dem urbanen Erlebniszusammenhang gegriffen. Sie entstehen aus “armen” Materialien, Alltagsgegenstände, Trash. Doch Ironie ist ja immer auch das, was nicht mitlacht, inverser Ernst, das ganze also bewusst und absichtsvoll. Eine Arbeit am Mythos.

Michael Schulz bedient sich dem bereits als “antiquiert” angesehenem Medium der Collage mit Skalpell und Papier- ganz ohne Photoshop. “Das einander Annähern von zwei oder mehr-wesensfremden Realitäten auf einer augenscheinlich zu ungeeigneten Ebene” (Max Ernst) erzeugt poetische Momente, denen sich Michael Schulz bedient. In seiner klaren, reduzierten Collagetechnik schafft er dem Betrachter, nach anfänglicher Irritation im Spannungsfeld, neue Erkenntnisfelder, die uns hinter die Fassaden der Offensichtlichkeit des Ursprungsobjektes führen und uns dazu verleiten, der Oberfläche zu misstrauen, ein “wahres” Wesen der Dinge erkennen zu wollen.

In seiner außerordentlichen Akribie bemalt er Themen, geprägt von seiner Herkunft, dem Katholizismus, Glaube-Sitte-Heimat und führt uns über kalauern-den Witz in Abgründe der Erkenntnis, lässt Blinde durch seine Augen Erkenntnis schöpfen, sehen, ein Stück Mystik, etwas Magie. Seine “Verschiebungen” präsentierte Michael Schulz bereits seit 1989 in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Köln, Paris oder Melbourne und Sydney, Australien.

Wir freuen uns sehr die Arbeiten von Michael Schulz zu exponieren.

Text: Anne-Sarah Fiebig zitiert Enno Stahl und Torsten Goffin

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Grafik: Timo Schlegel

Grafik: Timo Schlegel

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