08 Apr

Stephanie Fracke // Beautiful lies // 17. – 30.05.2014

2016-01-17 14.14.09

 

Vernissage:     17.05.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     17.05. – 30.05.2014

Es gibt Bilder in der Sammlung von Stephanie Fracke, die bisweilen den Betrachter erschrecken. Andere wieder sind puristisch monochrom oder sogar erotisch. Sie produziert eingefangene Belichtungsmomente auf tiefem Schwarz. Die  Ausdrucksstärke ihrer Werke hat einen Hintergrund. Sie sind das emotionale Sprachrohr der jungen Künstlerin:

„Meine Bilder schreien ein wenig. Sie bringen zum Ausdruck, was ich mit meinem Mund, meinen Händen, meiner Mimik und Gestik nicht wiedergeben kann. Sie erzählen meine Geschichte, jedes auf eine unterschiedliche Art, aber immer aus mir heraus.“

Die Leidenschaft für die Malerei vermutet Stephanie Fracke im Erbe ihrer Mutter, die sich früh mit ausdrucksstarker Malerei beschäftigte. Ihr Talent im Auge, besuchte sie 2005 bis 2008 das Richard-Riemerschmid Berufskolleg für Gestaltung und absolvierte dieses mit der Fachhochschulreife in Gestaltung im Sommer 2008. Das Gestalten am PC sättigte die Künstlerin jedoch nicht, so schrieb sie sich an der FAK in Köln für den Studiengang „Freie Kunst“ ein, die sie bis 2010 besuchte. Die Kurse an der FAK waren aufschlussreich und prägten sie auf ihrem Werdegang als junge Künstlerin.

Die inhaltliche Spanne in den Werken von Stephanie Fracke reicht von Portraits über Akt bis hin zu Tiermotiven. Es sind freie Inspirationen aus ihrem Leben, Spiegelbilder ihrer Interessen und aktuellen Identifikation. Sie verarbeitet mit ihrer Kunst spezielle bewusste und unbewusste Erfahrungen ihrer Entwicklung, lässt dem Betrachter aber die Freiheit, eine eigene Identifikation zu entdecken. Deswegen verleiht sie ihren Bildern selten Titel.

Auffallend ist ein Hell-Dunkel-Kontrast, der es uns ermöglicht, insbesondere die Form und die Plastizität der abgebildeten Gegenstände zu erkennen. Es entsteht eine Betonung der Form durch eine Kontrastgrenze, die teilweise streng, teilweise spielerisch ausufernd vollzogen wird. Die schwarz ummantelten Abbildungen erinnern in ihrer Farbgebung an barocke Portraits von Rembrandt in einer modernen Interpretation der Abstraktion.

Die Suche nach Ruhe und Inspiration zog die junge Künstlerin  zurück aufs Land.Wohnhaft in Pulheim-Stommelerbusch  arbeitet sie seit 2014 als examinierte Krankenschwester. Die natürliche Umgebung schenkt ihr Raum für Kreativität. Den Pinsel wird sie so schnell nicht aus der Hand legen, denn:

„Ich weiß auch manchmal gar nicht, warum ich male und vor allem, wie. Aber ich habe herausgefunden, dass es mich unglücklich macht, wenn ich es nicht tue.“

In der Galerie Display bestreitet Stephanie Fracke ihre erste Einzelausstellung.

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