27 Dez

Vernissage “Ortswechsel” von Reinhold Adscheid

Vernissage:        Samstag, 06.01.2018 um 19:00 Uhr

Dauer:                    06.01.2018 – 30.01.2018

Finissage:            Mittwoch, 30.01.2018 um 19:00 Uhr

Ortswechsel

Reinhold Adscheids Werke sind uns allen bekannt: Von verschiedenen Positionen aus fotografierte Objekte, deren Fotos er zu einem Bild zusammensetzt, “überlagert” beschreibt seine Technik besser. Alle seine Arbeiten haben immer einen hohen Wiedererkennungswert.

http://www.Reinhold-Adscheid.de

Nachdem er mit “Nachtschwärmer” und “TheaterTheater” bereits seriell gearbeitet hat, wendet er sich nun einem eher alltäglichen Begriff zu:

Ortswechsel

Welchen Bezug mag Reinhold Adscheid hier herstellen? Zuvorderst fällt uns sofort seine spezielle Technik ein, mit der er seine Werke erzeugt: Individuelle Fotos eines Objektes von individuellen Positionen aufgenommen und dann alle diese Fotos zu einem Bild zusammensetzt. Hier sind schon, rein wörtlich, Ortswechsel zu finden. Denn nur durch einen Ortswechsel ist es möglich, ein individuelles Foto von einer individuellen Position aufzunehmen. Reinhold Adscheid untersucht den Begriff allerdings noch weitergehender. Doch wie?
Als erstes ist die große Anzahl an Leuchttürmen auffallend, die wir hier sehen können. Große Leuchttürme, kleine Leuchttürme. Sehr konkret erscheinende Leuchttürme und auch sehr verträumt erscheinende Leuchttürme. Natürlich musste Reinhold Adscheid zur Erstellung dieser Werke um diese Leuchttürme herum gehen, um sie aus verschiedenen Richtungen abzulichten und mit seiner von ihm entwickelten speziellen Technik zu dem zu machen, was wir hier sehen. Doch Leuchttürme sind nicht nur Landmarken, sie haben auch eine Funktion. Mit ihren Lichtzeichen zeigen sie Schiffen, die des Nachts auf dem Meer unterwegs sind, an, wo eine Gefahrenstelle, wie eine Untiefe oder ein Riff sind. Oder sie zeigen eine Einfahrt in einen Hafen ein. Sie können also eine Warnung sein, genauso wie ein Hinweis, ein Richtungsgeber. Einnmal: Bleib weg, ein anderes Mal aber: Genau hierhin bitte. Aber Leuchttürme machten nicht nur das. Mittels zweier Leuchttürme konnten die Seefahrer früherer Zeiten ihre eigene Positionen bestimmen (Sie können dies auch noch heute so machen, dank moderner GPS-Ortung ist das aber nicht mehr nötig.) Hier kommen wir Reinhold Adscheids Untersuchungen aber dann auf die Spur: Nur dank der Leuchttürme war zu früheren Zeiten des Nachts eine Seefahrt im Küstenbereich überhaupt gefahrlos möglich. Dank dieser fixen Punkte konnten die Seeleute navigieren, sprich ihre Reise war auf diese Leuchttürme angewiesen. Die Seeleute wollten nicht weg von einem oder hin zu irgendeinem speziellen Leuchtturm. Sie hangelten sich im Küstenbereich von einem Leuchtturm zum Nächsten. Sie fuhren zur See. Und eine Reise, sie werden es schon selber geschlussfolgert haben, ist nichts anderes als eine Serie von kontinuierlichen Ortswechseln.

Jetzt erschließt sich uns der möglicherweise volle Umfang seiner Untersuchung: Jede Reise bedarf der Orientierung. Nur wenn wir uns immer wieder unserer Position versichern können, wird aus unserer Reise kein Taumeln, sondern eine zielgerichtete Fahrt zu unseren Wünschen. Reinhold Adscheid ist also nicht um die Leuchttürme sinn- und willenlos herum getorkelt, hat sich auch nicht einmal von einem Leuchtturm anziehen lassen, oder, weil es ein Warnleuchtturm ist, von ihm entfernt, sondern sein “Fotografentanz”, wie er selber den Eindruck seines Tuns beschreibt, wenn wir ihn beim Fotografieren für eines seiner Werke beobachten würden, ist auch immer der Erreichung eines Ziel geschuldet. Immer sind es kleine Ortswechsel, die Dank irgendwelcher Fixpunkte zu einer kontrollierten und gerichteten Reise werden. Denn nicht nur die physische Reise wird auf diese Weise zielführend, auch die innerer Reise, die psychische Entwicklung wird uns nur so zu unserem Ziel führen.

Für uns heutigen Reisenden ist GPS das, was für den Seeman von früher der Leuchtturm gewesen ist. Leuchttürme sind notwendig, wenn wir Ortswechsel vornehmen wollen. Die heute ihres Sinns beraubten Leuchttürme mögen uns als Mahnung dienen, bei allen Veränderungen, physisch wie psychisch, immer einen oder zwei, oder noch mehr Leuchttürme zu suchen, die uns führen können: Bei unseren Ortswechseln.

28 Jun

Finissage “ousalter”

– o u t s a l t e r –

heißt die Ausstellung mit aktuellen Werken -Zeichnungen und Grafiken- von Letitia Gaba.
Die Ausstellung ist mit einer Lesung kombiniert aus dem fertigen aber noch nicht publizierten Buch der Künstlerin. Die Lesung beinhaltet Texte aus einem Kapitel, der die surreale Umgebung einer Anstalt beschreibt, in der die Protagonistin des Romans landet.
Begleitet wird das Ganze durch die Sound Performance von Jack Fate.
“Outsalter” ist eine Wortkombination aus den Worten “Out” (Außen) und “Salter”, einer, der mit Salz handelt (engl.). Das Wort erinnert in der Aussprache auch an “Outsider”, den “Außenseiter” und dieser ist das Hauptmotiv der Ausstellung. Es geht um Außenseiter, die das Leben würzen und auch Salz in die Wunden streuen, damit diese aber auch schneller heilen können.

12 Jun

Elmar Diks // Landscape // 13.06. -26.06.2015

Landscape

 

Künstler:     Elmar Diks

Vernissage:     13.06.2015 um 19:00 Uhr

Dauer:     13.06. – 26.06.2015

 

An der Decke einer sich flutenden Höhle, an der Wasserkante, auf einem Parkplatz im Riss im Asphalt, den eine Wurzel aufgesprengt hat, im Dickicht eines Waldes, im Gewimmel von Wolken und Blättern findet Elmar Diks Kamera die Strukturen und stellt sie in einer fragenden Bereitschaft bloß… erstarrt in einem Moment der Verwunderung. Die Motive vollziehen eine digitale Transformation mit Hilfe verschiedener Fotobearbeitungsprogramme, werden verfremdet, collagiert, reduziert oder bis zur Unkenntlichkeit überlagert.

„Landscape“ öffnet den Horizont weit oder legt auch schon mal erst gar keinen fest.
Ein seltsames Leuchten durchdringt diese Ansichten.
Die ständige Wiedererkennbarkeit der natürlichen Strukturen erzeugt ein vertrautes Gefühl, dass den Betrachter gerne den Weg in die Konfrontation mit der Abstraktion gehen lässt,… wenn sich die Kontraste bis zum Zerreißen auseinanderziehen, die Farben umkehren, wenn sich dann die Ebenen überschneiden und plötzlich der Wasserfall in einen hinein starrt, gefroren in einer auffordernden Pose…. <Man steigt nicht zweimal in den selben Fluss…

An anderer Stelle wird man mit einer voll abstrakten Überlagerung‚ Bedrohung / “Threat” konfrontiert, die den Betrachter Monets Alptraum eines Seerosenteichs auf synthetische Art nachfühlen lassen kann … mit einem bedrohlichen Neonlicht unter der Wasseroberfläche.
Oder eine mysteriöse Reflektion einer scheinbar sonnenbeschienenen, maigrünen Lichtung oder Waldwiese / “Soul Glade” verführt facettenreich dazu, eine bestimmte Form oder Sichtweise aufzulösen.

Es scheint als decke Elmar Diks, eine spezielle Schicht hinter den Motiven auf, die fast kristallin wirkt, als fühle er einem perfekten Zauber im nicht personalisierten, optischen Zwischenraum auf den Zahn.
Da werden aus Menschen Silhouetten, aus Schatten Lichtgestalten, aus Seen werden Spiegel, aus ein paar Zweigen wird Eden.

Tragen Sie eine Sonnenbrille bei Nacht im Universum oder drücken auf die Pausetaste … Sehen Sie das verwunschene, versteckte Geheimnis in der alltäglichen Umgebung? … schauen sie hin. Elmar Diks hat die Tür einen Spalt geöffnet…. die Galerie Display weit.

Text: Corinna König

Grafik: Timo Schlegel

24 Feb

crossart international // WILD THING // 29.03. – 11.04.2014

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crossart international, vertreten durch Marion Birkholz, Stefanie Seltner, Reinhold Adscheid,  Thomas Zydek,  Elena Plötz,  Havva Sari, Anette Lenzing,  LEONI A. Jäkel, Alina Heldt und  Bernard Bieling
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29.03.2014, ab 19:00
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29.03. – 11.04.2014
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Wir freuen uns auf eine weitere Gruppenausstellung mit 10 Künstlern des Künstlernetzwerkes crossart international. Beteiligte Künstler sind:  Marion Birkholz, Stefanie Seltner, Reinhold Adscheid,  Thomas Zydek,  Elena Plötz,  Havva Sari, Anette Lenzing,  LEONI A. Jäkel, Alina Heldt und  Bernard Bieling.

Bei crossart international herrscht eine Vielfalt künstlerischer Positionen mit spannenden Bezügen zwischen den Werken der Künstler. Mit der Ausstellung “WILD THING” soll diese ganze Breite gezeigt werden. Eine ausgewogene Mischung aus Malerei, Fotografie, Objektkunst, Bildhauerei, Collagen, Fotografie und vielem mehr wird auf Gruppenausstellungen des Künstlernetzwerks gezeigt. Rund 30 Künstler von crossart international haben sich für diese Ausstellung mit gegenständlichen sowie abstrakten Arbeiten beworben. Davon wurden die teilnehmenden 10 Künstler von einer Jury der Galerie DISPLAY sowie des Künstlernetzwerkes crossart international ausgewählt. Anhand der folgenden Vorgaben sollten sich die Künstler orientieren: „Das Thema WILD THING kann z.B. mit wilden Farbkompositionen oder Zeichenstilen ausgedrückt werden. Abstrakte Kunst ist dabei ebenso gewollt wie gegenständliche. Da WILD THING auch der Songtitel der britischen Beatband Troggs ist, kann natürlich auch das Wilde in der Musik thematisiert werden.”

Freuen Sie sich mit uns auf eine lebendige Ausstellung, die viele Überraschungen bereit hält.

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Marion Birkholz, Gnosis, Direktdruck hinter Acrylglas, 40 x 40cm

Marion Birkholz, Gnosis – Direktdruck hinter Acrylglas, 40 x 40cm

pros and cons, 40 x 40cm

pros and cons – 40 x 40cm

Anette Lenzing, Throwing the hammer, Bronze

Anette Lenzing, Throwing the hammer – Bronze

Fratzen, Bronze

Fratzen – Bronze

Elena Plötz, blind eye 2, mixed media auf Papier, 24 x 32cm

Elena Plötz – Blind eye 2, mixed media auf Papier, 24 x 32cm

Blind eye

Blind eye

Bernhard Bieling, Eye of the storm, mixed media auf Leinwand, 50 x 70cm

Bernard Bieling – Eye of the storm, Mixed Media auf Leinwand, 50 x 70cm

LEONI A.Jäkel, Jungle tree, Fine Art Print hinter Acryl, 45 x 60cm

LEONI A.Jäkel – Jungle tree, Fine Art Print hinter Acryl, 45 x 60cm

Alina Heldt, Words, mixed media auf Aquarellpapier, 40 x 50cm

Alina Heldt – Words, mixed media auf Aquarellpapier, 40 x 50cm

Man or Animal, 40 x 50cm

Man or Animal, 40 x 50cm

Reinhold Adscheid, In a hurry /9, Druck auf Alu-Dibond, 45 x 60cm

Reinhold Adscheid – In a hurry /9, Druck auf Alu-Dibond, 45 x 60cm

Stefanie Seltner, Komm nach Hause, bevor es dunkel wird, Tusche + Acryl auf Papier, 20 x 30cm

Stefanie Seltner – Komm nach Hause, bevor es dunkel wird – Tusche + Acryl auf Papier, 20 x 30cm

Smell, Tusche, Kohle Acryl auf Papier, 30 x 40cm

Smell – Tusche, Kohle + Acryl auf Papier, 30 x 40cm

Havva Sari - Durchblick, Acryl auf Leinwand, 40 x 40cm

Havva Sari – Durchblick, Acryl auf Leinwand, 40 x 40cm

Durchbruch,Acryl auf Leinwand, 40 x 40cm

Durchbruch, Acryl auf Leinwand, 40 x 40cm

Thomas Zydek - Thor 8200188, dig.Fotodruck kaschiert auf Alu-Dibond, 30 x 42cm

Thomas Zydek – THOR 8200188, dig.Fotodruck kaschiert auf Alu-Dibond, 30 x 42cm

Cowznofski 1955VS2012, 34 x 42cm

COWZNOFSKI 1955VS2012, 34 x 42cm

Foto von Ingo Botho Reize

Foto: Ingo Botho Reize

28 Nov

Sylvia Dölz & Volker Rauh/ Altäre der Erotik / 30.11–13.12 2013

In der Gemeinschaftsausstellung von Sylvia Dölz und Volker Rauh widmen sich zwei Künstler mit unvergleichbaren Arbeitstechniken und aneckenden Stilen dem Thema “Altäre der Erotik”.

Als studierte Künstlerin, Physikerin und Mathematikerin trifft die praktizierende Hochschuldozentin Sylvia Dölz auf das geschulte Handwerk des Grafikers und leidenschaftlichen Malers Volker Rauh. Beide blicken zurück auf eine beachtliche Sammlung von absolvierten Ausstellungen: Dölz präsentierte ihre Arbeiten bereits in diversen Galerien in der Schweiz, Deutschland und in Marokko. Rauh zählt unter anderem Gera, Berlin, Wuppertal, Bergisch Gladbach, Heinsberg und Köln zu seinen Ausstellungsstätten.

In ihrem vielseitigen Schaffen widmet sich Dölz Collagearbeiten, Bildhauerei und Acrylmalerei. Dem Display schenkt sie in dieser Ausstellung abstrahierte, verfremdete Papiercollagen provozierenden Ausdrucks. Interaktiv lädt sie die Besucher ein,  sich mit Lupen von der filigranen, malerischen Klebetechnik zu überzeugen, die durch ihre Perfektion besticht. Daneben präsentiert Dölz Mixed Media Objektkästen mit eindeutig arrangierten und themenbezeichnenden  Artefakten und Versatzstücken: ihren “Altären der Erotik”.

Im Kontrast steht die Kunst von Volker Rauh. Rauh lebt Abstraktion in Perfektion. Seine expressiven Werke wirken dramatisch und explosiv. Nach seiner grafischen Ausbildung hatte er sich zuerst dem Surrealismus verschrieben. Heute zaubert er Farbexplosionen in Öl und Acryl und entführt in eine Welt des kreativen Wahnsinns. Im Vergleich zu den Arbeiten von Sylvia Dölz wirken seine Werke grenzenlos, experimentell und unergründlich. Doch kontrovers behält die Wildnis seiner “gesteuerten Zufälle” eines: colorale und grafische Harmonie.

Wir freuen uns auf eine verführerische Ausstellung und laden herzlich ein zur Vernissage am 30.11.um 19 Uhr.

Grafik:Timo Schlegel

Grafik:Timo Schlegel

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