28 Jun

Finissage “ousalter”

– o u t s a l t e r –

heißt die Ausstellung mit aktuellen Werken -Zeichnungen und Grafiken- von Letitia Gaba.
Die Ausstellung ist mit einer Lesung kombiniert aus dem fertigen aber noch nicht publizierten Buch der Künstlerin. Die Lesung beinhaltet Texte aus einem Kapitel, der die surreale Umgebung einer Anstalt beschreibt, in der die Protagonistin des Romans landet.
Begleitet wird das Ganze durch die Sound Performance von Jack Fate.
“Outsalter” ist eine Wortkombination aus den Worten “Out” (Außen) und “Salter”, einer, der mit Salz handelt (engl.). Das Wort erinnert in der Aussprache auch an “Outsider”, den “Außenseiter” und dieser ist das Hauptmotiv der Ausstellung. Es geht um Außenseiter, die das Leben würzen und auch Salz in die Wunden streuen, damit diese aber auch schneller heilen können.

29 Feb

Elmar Diks / Priorits / 12.03. – 01.04.2016

 

Vernissage:     12.03.2016 um 19:00 Uhr

Finissage:      01.04.2016 um 19:00 Uhr

Dauer:            12.03.2016 – 01.04.2016

Zur Finissage von Elmar Diks Ausstellung – Priorits – , wird der Kölner Schriftsteller Stefan Albus, aus seinem frisch erschienen Buch – Jacobsweg – und dann ? – Vorlesen. Nachdem Stefan Albus in Deutschland 400 Kilometer gepilgert ist und ein erfolgreiches  Buch darüber geschrieben hat, stellt er hier die Fragen: Was passiert mit den Menschen,  nachdem sie ihren Pilgerstab zu Hause in die Ecke gestellt haben? Wie verändert eine Pilgerreise das eigene Leben?


Zum Buch von Stefan Albus & Der Blog von Stefan Albus

 

Bekanntes neu erschlossen.


Auszüge aus drei Werkgruppen stellt Elmar Diks in seiner aktuellen Ausstellung in der Galerie Display vor. Gruppen, die unterschiedliche, aufeinander aufbauende Aspekte seiner künstlerischen Entwicklung repräsentieren. Schroffe Kontraste kennzeichnen den Stil der „Black & White“ Serie. Harte Abstraktion bringt verdeckte Zeichnung hervor und leitet so das Sehen in weite Dimensionen: Aus Asphalt-Details kristallisiert sich die Unendlichkeit eines Sternenhimmels heraus, wie sie von Weltraum-Teleskopen gesehen sein könnte. Elmar Diks öffnet mit seinem Verstehen das Erkennen der Faszination solcher Blicke, die sich erst im wirklichen Hinschauen auf das sonst als alltäglich vermeintlich Bekannte erschließen und in eine elementar bedeutsame Erlebnistiefe leiten.
Geradezu üppig dagegen die Farb- und Formensprache der „Webcam“-Serie des Künstlers. Von weitem noch als überzeichnete Geste eines Fotos verstanden, enthüllt sich bei Annäherung eine reichhaltige Detailwelt, die an Gemaltes erinnert. In fließenden Feinstrukturen interpretieren atmende Liniengeflechte in amorphen und zugleich rhythmischen Gesten die Formen des Abgebildeten. Sie bilden kaskadierend Grundmuster aus abgerundeten, gebrochenen Polygonen oder Rechtecken. In jeder Kaskade entsteht eine neue Brechung der verstehbaren jeweiligen Grundform. Dabei transformiert sich das Linienwerk immer wieder wie magisch zu Clustern aus kleinteilig amorphen Mikrozellen, die wie fossile, kristalline Gebilde geradezu aufblühen. Solches Geflecht aus Zeichnung gliedert Elmar Diks durch zusammenfassende kontrastierende Konturlinien zu größeren Bildbereichen. Sie folgen der Form einzelner Objektzusammenhänge des Bildes, bringen diese ins Fließen: Gerade Linien lösen sich in wie von Fäden geformte weiche Gebilde auf, bilden so ein Äquivalent zur Mikroebene der Liniengeflechte. Vorläufer seiner Webcam-Bilder sind Landschaftsaufnahmen, die er stilisierend ebenso interpretiert.

Solch ein Umgang mit Landschaft kennzeichnet auch einen wichtigen Aspekt seiner neuen Werkgruppe „Gaps & Backgrounds“, der dritten Serie der Ausstellung. Die Formulierung „Zwischenräume und Hintergründe“ weist dabei sowohl auf eine gestalterische Herangehensweise als auch auf Bedeutungszusammenhänge hin:
Ausgangsmaterial der wiederum digitalen Interpretation sind hier historische Kunstwerke aus z.B. der Renaissance, in denen symbolisch bedeutungsvolle Figurengruppen vor imaginären Landschaften Bedeutungsträger sind. Diese Bilder entkernt Elmar Diks, indem er zunächst die Figuren herausnimmt. Die verbleibenden
Landschaften überzeichnet er mit seinen auch in den „Webcam“-Bildern verwendeten Stilmitteln. Die frei gewordenen Bereiche füllt er mit neuem, anderen Material – anderen Bildern der Kunstgeschichte oder eigenen Arbeiten –, das er zuvor einem entsprechenden Umdeutungsprozess unterworfen hat, wodurch eine
neue Ganzheit entsteht. So macht Elmar Diks eine Metapher erfahrbar: „Wir alle haben in unseren Vergangenheiten unseren eigenen Background. Aus dieser Prägung gestalten wir in Kombination mit Neuem und neu Erlebtem unser eigenes Leben, unsere Individualität.“
Um in seinen Bildern das Schweben zwischen Abbildung und innerem Bild zu erreichen, hat Elmar Diks eigene digitale Verfahren zur gestalterischen Verdichtung des Ausgangsmaterials entwickelt. In der entstehenden Distanz zum Abgebildeten werden Dimensionen von Wirklichkeiten hinter den Wirklichkeiten auf eine irrational ganzheitliche Weise wirklich, die neugierig macht, anzieht und berührt.

www.art-diks.de
Text: ©2016 Klaus Damm

30 Okt

Jens Hunger // Fair Share // 31.10. – 20.11.2015

fair share

 

Künstler:     Jens Hunger

Vernissage:     31.10.2015 um 19:00 Uhr

Dauer:     31.10.2015 – 20.11.2015

Jens Hunger ist ein Zeichner, der die Farben liebt. Seine Bilderbühnen – die schrillen wie die auf den ersten Blick beruhigteren – werden von sonderbaren Figuren und Objekten bevölkert, die aus unterschiedlichsten Zusammenhängen herausgeworfen zu sein scheinen, um nun auf der Leinwand oder dem Papier neue, erstaunliche Form- und Sinneinheiten zu bilden. Knochen, Schädel, Bäume und Blumen werden somit auf eine spannungsvolle Weise mit großäugigen Kindern, Hunden, Puppen, Affen oder scheinbar Erwachsenen in einen bildräumlichen Bezug gebracht und – besonders in den neueren Arbeiten – dazu stets auch mit geometrischen Formen und Strukturen kombiniert.
Im Ergebnis entstehen ausdrucksstarke Versuchsanordnungen, die zum Deuten und Weiterdenken einladen, denn alle diese Bild- und Handlungsräume zeichnen sich durch eine latente Spannung aus. Sie verweisen in vielfacher ironischer Brechung auf fragmentierte Ordnungen, auf Gewalt und Tod, selbst da, wo es sich um vordergründig kindliche Sujets handelt.
Jens Hunger schreitet dabei ein weites Feld von bildkünstlerischen Möglichkeiten und Anregungen aus, um sie – mit scheinbar leichter Hand – seinen Intentionen, seiner bildnerischen Handschrift dienstbar zu machen. Im Ergebnis führt dies zu immer surrealeren Kompositionen, denen die Distanz zur Tradition der realistischen Raum- und Landschaftskonzepte in Verbindung mit einer verstärkten Hinwendung zu Pop-Art-Elementen gut bekommt. Man darf also darauf gespannt sein, in welche Räume es seine Affen, Kinder und Puppen künftig führen wird.”

Text: Dr. Annette Dorgerloh

Grafik: Timo Schlegel

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