29 Mai

Mercedes Alejandra Goudet & Fumie Terasaka – Grafiken und Collagen // 30.05. – 24.07.2015

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Künstler:     Mercedes Alejandra Goudet & Fumie Terasaka

Vernissage:     30.05.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     30.05. – 24.07.2015

Vernissage in der Landmannstrasse 31 in Köln Ehrenfeld

In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung zeigen beide Künstlerinnen teilweise brandneue Arbeiten ihres Schaffens. Bitte beachten Sie auch das vielseitige Rahmenprogramm, unter anderem auch das Konzert zur Finissage von Anikó Kanthak: “Anikó ganz Nah”. Die Veranstaltungstermine sind auf der Einladungskarte zu sehen.

Flaca, (Mercedes Alejandra Goudet)

In ihren grafischen Inszenierungen polarisiert eine rebellische, laute Dichte.
Motivisch mischen sich Staatsfarben und Flaggen, mischen sich mit Status und Sexsymbolen, werden in Spielkarten verwandelt… werden in ihrer Offensichtlichkeit durch brutale Überlagerung ad absurdum geführt.
Die Werke werben für Emanzipation, Wildheit, die freie Verfügung über den eigenen Körper und die kritische Auseinandersetzung mit traditionellen und kulturellen Grenzen.
Wer nicht hinschaut ist zu feige.
Da gibt es Frauen, die sich ihre eigenen Beine blutig / farbig lecken, geöffnete Münder. Schallendes Gelächter oder Schreie verstecken sich in einem Dickicht aus Blumenranken, Blüten der flammenden Wahrheit, wachsen aus Köpfen, Frisuren und Körpern.
Schachbretter werden zu Strukturen, zerlegen sich selbst in schwarz und weiß.
Schrift wird Schraffur, wird Kleidung, wird Zensur und oder Botschaft. Flaca
führt uns zu einem ständigen Grenzspaziergang zwischen Macht und Nacktheit, Entblößung und Schamlosigkeit… und plötzlich blickt man in den Lauf einer Waffe oder bekommt den Mittelfinger gezeigt.

„Dein Kopf ist so laut, dass du nicht siehst was genau vor deiner Nase ist. Jeder soll es sehen.“ sagt die Autodidaktin und „Mensch ist Mensch“ und beschreibt nebenbei lachend das Gefühl manchmal einen One-night-stand mit der Kunst zu haben.

Offene/ offenherzige Posen werden hier fixiert, verknüpft, verknotet, gefesselt um in der Anmutung von Knospen (wie Baudelaires Blumen des Bösen) aus einem Geweih zu sprießen, das aus einem Rosenarrangement wächst, welches gleichzeitig die Kopfbedeckung der, als Kirchenfrau persiflierten Künstlerin selbst ist, deren Körper und Erscheinung in den Werken immer wieder als Leinwand und Modell dienen.

Die aktuelle Serie Flacas beschäftigt sich vom Herz ausgehend mit den Wirrungen, Missverständnissen und Widersprüchen um Glaube und Religion. Da gibt es blinde Herzen, dominante, rebellische, schamlose und kämpferische Herzen.
Herz – corazon / mi Alma – meine Seele sind Thema und Motiv.

Das ‚Jesus loves me’ Triptichon wird in der Landmannstraße als Altar erscheinen.

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Fumie Teresaka

Fumie Terasaka begann mit der Malerei in frühester Jugend. Im Alter von 20 bereiste sie alleine viele asiatische Länder, ihre wichtigsten Gepäckstücke dabei waren Malwerkzeug und eine Kamera.
 Mit 24 Jahren absolvierte Terasaka ein Volontariat im Mutter – Theresa Haus in den Slums von Harlem in New York. In dieser Zeit arbeitete sie gemeinsam mit dem New Yorker Künstler Franco the Great, auch bekannt als “Picasso of Harlem” auf der 125th.
„Paint on shutter“ das bemalen von Metalltüren und Rolltoren gehörte ebenfalls dazu.
Die schwere Naturkatastrophe in Fukushima am 11.03.2011 hat das Leben und auch die Kunst von Fumie Terasaka enorm verändert. 
Auf einen Schlag sah sie sich, ihre Heimat und all das Schöne um sie herum, in einer völlig verfremdeten Realität. Tod und Trauer regierte Land und Menschen.
Die Künstlerin schöpfte dennoch oder vielleicht daraus Kraft und Mut weiter zu malen und besann sich auf das größte Gut des Lebens. Unsere Kinder. Sie rückten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.
 Mit Pastellkreide, Bleistift und Aquarellfarben entstehen Collagen, in denen Kinderaugen und Gesichter, teilweise gezeichnet vom atomaren Megagau, auftauchen und ihren Arbeiten eine enorme Ausdrucksstärke verleihen.

Fast wie ein kindlich unschuldiger Traum schweben Fumies Werke in einer Art Blase aus Benommenheit und Einkehr. Sie zeigen ein Staunen oder einen Bewusstwerdungsprozess zwischen Idee und stillem Ertragen… da werden Hände gefaltet und erheben sich an anderer Stelle zu einem Nein… da werden Kerzen getragen und entzündet und doch bleibt der Hintergrund verschattet. Da steigen Gedankenwolken in Form verwachsener Füße und Leid verursachenden Gegenständen gleichsam aus Köpfen auf, wie bunte Blumenornamente und hinterlassen eine Ahnung von Unschuld.
„Children are my subject of matter“ sagt Terasaka.

Sehr gerne unterstützen wir diese Einstellung und freuen uns sehr, von nun an mit dieser Künstlerin zusammen zu arbeiten.

Text: Corinna König

Grafik: Timo Schlegel

05 Dez

Reinhold Adscheid // Elmar Diks // Flaca // PIXELLIEBE // 06. – 19.12.2014

Pixelliebe

 

Künstler: Reinhold Adscheid, Elmar Diks, Flaca

Vernissage:     06.12.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     06.12. – 19.12.2014

 

Die Galerie Display präsentiert in ihrer Ausstellung Pixelliebe Arbeiten von Flaca, Elmar Diks und Reinhold Adscheid.

Was ist ein Pixel? „Pixel“ ist ein Kunstwort aus den Abkürzungen der englischen Wörter ,pictures‘ („pix“) und element‘. Es ist so etwas wie das kleinste Element eines Bildes. Ein winziger Punkt, ein klitzekleiner Farbfleck, das ähnlich einem Atom in immer kleinere Teile, Subpixels zerlegt werden kann. Die Liebe zum Pixel ist immer auch die Liebe zum kleinsten Detail der digitales Auflösung. Der Drang, das was sich dem Fassungsvermögens des menschlichen Auges im alltäglichen Sehen entzieht, sichtbar werden zu lassen. Der Forschertrieb, in scheinbar unsichtbare Welten vorzudringen und aus dem kleinsten Punkt wunderbare neue Bilder hervorzuzaubern.

Wie breit der Bogen dieser Pixelliebe von den grellen Bildern Flacas über die „Mirration Aufnahmen“ Reinhold Adscheids bis zu den abstrahiert unwirklich wirkenden Arbeiten Elmar Diks gespannt werden kann, zeigt diese Ausstellung.

Flaca mit bürgerlichem Namen Mercedes Alejandra Goudet Astudilo, geboren in Caracas Venezuela. Einer brodelnden Mega-City in der die katholische Kirche eine Monopolstellung einnimmt, die über die höchste Mordrate der Welt verfügt und in der bittere Armutsviertel liegen. Diese brisante Mischung findet sich in Flacas Arbeiten in einer barock anmutenden, digitalen Inszenierung wieder. Auf plakative Weise werden Sex und Gewalt konstruiert. Schlagwörter wie Fuck you, Rebellion, fette, rote, lasziv verzogene Lippen vor provozierenden Frauenposen … eine Inszenierung, die sich auf radikale Weise mit der sexuellen Emanzipation der Frau vor katholisch geprägtem Hintergrund beschäftigt. Flaca verweist auf die Notwendigkeit der Toleranz, der radikalen Freiheit über den eigenen Körper zu verfügen. Voller Widersprüche zeigen sich wild wuchernde Blüten, Kolibris, Engelflügel, fast klischeehafte Liebes- und Friedenssymbole allegorisch neben Totenschädeln, Waffen und rebellierenden Persönlichkeiten des 20 Jahrhunderts. Flaca, selbst eine Rebellin, die sich im schmerzlichen Kampf zeigt. Mysteriös, wild, vital, lustvoll, sexistisch, zärtlich, schön sprengt Flaca die Fesseln der eigenen Geschichte.

Reinhold Adscheid, geb. 1959 in Köln, Astrophysiker und Software-Ingenieur zeigt Arbeiten aus seiner Serie Mirration. Mirration: ein Kunstwort aus zwei englischen Begriffen: Mirror und Station. Mittels einer sehr aufwendigen speziellen Technik gelingt es ihm, einen bestimmten Zeit- und Blickpunkt, durch ständige Wiederholungen und kleinste Verschiebungen, zu einem impressionistisch wirkenden Bild werden zu lassen. Die Glaskuppel des Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen reflektiert durch seine ausgefallene Form eine Lichtquelle an verschiedene Stellen. Und eine kleinste Änderung der eigenen Position verändert wiederum die Reflexion der Glaskuppel. Allein dadurch entstehen plötzlich dreidimensionale Effekte an einer einfachen gewölbten Decke, die sich plötzlich entmaterialisiert. Ein Glasdach schwingt sich auf gleich Adlerflügeln, die ihre reichste Licht- und Farbpalette entfaltet. Licht und architektonischer Raum werden atmosphärisch so dicht eingefangen, dass der Betrachter unmittelbar eingeladen wird einzutauchen in eine impressionistische Welt. Eine gewaltige Architektur dekonstruiert sich in kleinste wundersame Farbpartikel, pixelt sich kaum erkennbar noch bis auf den eigenen Grund.

Elmar Diks, geb. 1959 in Bonn, durchlief eine dreijährige gestalterische Ausbildung zum technichal Assistent of Art Design am heutigen Berufskolleg Rheinbach und studierte Betriebswirtschaft an der FH Köln. Doch die zeitgenössische Kunst blieb immer seine Leidenschaft! Seit mehreren Jahren widmet er sich intensiv dem Bereich „Digitally Reworked PhotoArt“, dessen Ergebnisse in den letzten Jahren in mehreren Ausstellungen in NRW bereits zu sehen waren. Dabei bewegt er sich im Raum zwischen zeitgenössischer Fotografie und Malerei.
Diks bearbeitet bzw. verfremdet seine Fotografien und durch Scan-Vorgänge digitalisierten Papier-Collagen und Zeichnungen, am Computer. Diese Nachbearbeitung geschieht je nach Motiv und Bildinhalt in stärkeren und schwächeren Abstufungen, wobei er immer auf der Suche nach einer eigenständigen Bildsprache ist. Die Intention seiner gestalterischen Arbeit ist die kurzweilige Überführung des Betrachters in eine Zwischenwelt, die sich irgendwo zwischen digitalem und analogem Raum befindet.
Elmar Diks bedient sich unterschiedlichster Sujets. Porträt– bis hin zur Landschaftsdarstellungen werden digital interpretiert. Auch gibt es rein experimentelle gegenstandslose Auseinandersetzungen. Für Diks ist die digitale Transformation das entscheidende Motiv und eigentliches Bildthema. Die Konzentration liegt auf der digitalen Inszenierung diversester Bildgegenstände.
In der Ausstellung “Pixelliebe” zeigt er Arbeiten aus den Bereichen Landscape, Asphalt und Experimentell.

Text: Martina Schleppinghoff / Jonas

26 Sep

Mercedes Alejandra Goudet > Flaca < LIBRE EXPRESIÓN 27.09. - 08.10.2014

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Künstler:     Flaca

Vernissage:     27.09.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     27.09. – 08.10.2014

 

Mercedes Alejandra Goudet, kurz Flaca genannt, weiß den Betrachter zu reizen. Im wahrsten Sinne fesselnd ist die Lust, die in vielen ihrer Bilder gebannt ist. Die Erotik in den digitalen Werken wirkt wie eine laute, düstere aber gleichzeitig geheime Fantasie.
Die großformatigen Fotocollagen provozieren. Doch trotz aller Explikation ist die Ästhetik des Körpers der bloßen Erotik übergeordnet.
So schafft Flaca Werke voller spannungsvoller Hingabe und zeigt die Schönheit des Extremen.

Weibliche Kunst-Ikonen wie Frida Kahlo und die laute, stumme Rebellion der „urban art“ inspirieren Flaca bei ihrem Schaffen.
“Man sagte mir, dass ich provoziere. Doch Provokation erregt Reaktion und ein Feuer bedingt einen Funken. Ich bin Revolutionistin.„Wir haben nicht die Revolution gemacht, sondern die Revolution hat uns gemacht. Sie steht immer an Anfang von etwas Großem. Die Gleichberechtigung und individuelle Selbstverwirklichung sind das Ziel einer langen Reise, auf der Sie meine Kunst begleitet. Zuerst war der Mensch. Die Differenzierung in Werte und Eigenarten war eine Frucht der Gesellschaft. Eine faule Frucht.”

Auch in ihrer neuesten Ausstellung zeigt die Künstlerin ihre unbändige Liebe zur Freiheit und regt an zu einem open minded way of living. Neben ihren kritischen und aufreizenden Arbeiten zeigt Flaca brandneue Werke die alle eins gemeinsam haben: Pop Art Design in libre expresión.

06 Jun

ARTcore // Michael Schulz & Flaca // 27.06. – 06.07.2014 im Landmann 31

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Ort:     “Landmann 31”,  Landmannstrasse 31 in 50825 Köln-Ehrenfeld

Künstler:     Michael Schulz & Flaca

Vernissage:     27.06.2014 um 19:00 Uhr

Dauer:     27.06. – 06.07.2014

Das Team der Galerie DISPLAY präsentiert erstmalig in einer Gemeinschaftsausstellung seine Hauskünstler Michael Schulz und Mercedes Alejandra Goudet, genannt Flaca. Zu diesem Anlass haben wir die Möglichkeit bekommen, die Ausstellung im Landmann 31, einem sehr schönen Kunstraum, zentral gelegen, mit einer Ausstellungsfläche von 150 m², zu veranstalten.

Die beiden Künstler Michael Schulz und Flaca könnten in ihrem Stil nicht unterschiedlicher sein. Dennoch verbindet sie die skurrile Präsentation des Totgeschwiegenen, die sie gemeinsam praktizieren, ihre Darstellung brisanter Themen in einer provokanten ART.

Michael Schulz

Zur Gestaltung seiner Objekte bedient sich Michael Schulz natürlicher Materialien wie Holz, Stoff, Metall. Er greift jedoch auch auf Spuren menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens zurück. So entstehen Arbeiten, die Kultgegenständen archaischer Religionen ähneln. In seinen zum Teil plastischen Collagen werden diese Religionen oft aufs Korn genommen. So gelingt es ihm, die fanatisch praktizierten Weltreligionen zu Objekten zu komprimieren, sie als eine bizarre Wurzel allen Übels herauszustellen.

Seine verschiedenartigen Collagen, die im Gegensatz zu Flaca’s Arbeiten ganz ohne Photoshop auskommen, fertigt er vorwiegend mit Skalpell und Papier. Jede Arbeit ist ein Unikat. Bisweilen bergen sie auch Spuren von Pigmenten, Kaffee und chemischen Substanzen.

“In seiner außerordentlichen Akribie bemalt er Themen, geprägt von seiner Herkunft, dem Katholizismus, Glaube-Sitte-Heimat und führt uns über kalauernden Witz in Abgründe des Wahnsinns, lässt Blinde durch seine Augen Erkenntnis schöpfen, sehen, ein Stück Mystik und etwas Magie.”

(Text enthält Auszüge von Enno Stahl)

Flaca

Flaca weiß den Betrachter zu reizen. Im wahrsten Sinne fesselnd ist die Lust, die in ihren Bildern gebannt ist. Die Erotik in den digitalen Werken wirkt wie eine laute, düstere aber gleichzeitig geheime Fantasie. Ihre großformatigen Fotocollagen provozieren. Doch trotz aller Explikation ist die Ästhetik des Körpers der bloßen Erotik übergeordnet.

So schafft Flaca Werke voller spannungsvoller Hingabe und zeigt die Schönheit des Extremen. Knallige Farben, die prickelnde Darstellung und die Lust am Detail machen Flaca’s Arbeiten so unwiderstehlich. Es ist der Schmerz der düsteren Lust, der gleichzeitig pure Freude an der Leidenschaft ist. Oder aber diese Lust, die pure Dekadenz in Gold, die trotz allen Glanzes ihre dunklen Schattenseiten birgt.

“Als Autodidakt kämpfe ich mit meinen grafischen Inszenierungen für die Emanzipation der Frau, Liberalismus, Toleranz und die freie Verfügung über den eigenen Körper. Die Faszination an der Weiblichkeit erlaubt mir eine Radikalität im Mantel der Ästhetik, die mir so viel bedeutet wie die kritische Auseinandersetzung mit meinen Aussagen.”

(Text enthält Auszüge von Anne S.Fiebig)

Abweichend von den aus der Galerie DISPLAY vertrauten Öffnungszeiten kann die Ausstellung der beiden Künstler zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

  • während des Straßenfestes in der Landmannstraße am 28. und 29.06.2014 jeweils von 11 bis 19 Uhr,
  • vom 01. – 04.07.2014 täglich von 17 bis 20 Uhr sowie
  • am 05. und 06.07.2014 von 15 bis 18 Uhr
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